Spaniens Torhüter Unai Simon hat im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Österreich einen historischen Rekord gebrochen. Der Schlussmann von Athletic Bilbao hielt seinen Kasten beim 3:0-Erfolg sauber und ist nun bei WM-Endrunden seit 519 Minuten ohne Gegentor. Damit überflügelte er den Italiener Walter Zenga, der bei der Heim-WM 1990 zwischen dem Auftaktspiel und dem Halbfinale 517 Minuten lang ohne Gegentor geblieben war. Zenga hatte den Rekord seit 34 Jahren gehalten.
Die Serie begann bei der WM 2022
Simons beeindruckende Serie begann bei der WM 2022 in Katar. Im letzten Gruppenspiel gegen Japan war er in der 51. Minute von Ao Tanaka bezwungen worden – seitdem blieb er in allen WM-Partien ohne Gegentreffer. Zwar schied Spanien damals im Achtelfinale gegen Marokko aus, aber das geschah nach einem 0:0 erst im Elfmeterschießen. In der aktuellen WM in Amerika blieb Simon in allen bisherigen Spielen ungeschlagen: gegen Kap Verde (0:0), Saudi-Arabien (4:0), Uruguay (1:0) und nun Österreich (3:0).
Ein Rekord für die Ewigkeit
Der 27-jährige Torhüter zeigte sich nach dem Spiel bescheiden: „Es ist eine Ehre, einen solchen Rekord zu halten, aber am wichtigsten ist, dass die Mannschaft gewinnt. Wir sind einen Schritt weiter im Turnier.“ Der Rekord unterstreicht Simons Konstanz und seine Bedeutung für die spanische Defensive. Insgesamt steht er nun bei 519 Minuten ohne Gegentor in WM-Spielen – ein Wert, der nur schwer zu übertreffen sein wird.
Die spanische Mannschaft qualifizierte sich mit dem Sieg gegen Österreich für das Viertelfinale und bleibt eines der Topteams des Turniers. Simon wird auch dort versuchen, seine Serie auszubauen und den nächsten Rekord zu knacken – den meisten Minuten ohne Gegentor in einer einzelnen WM-Endrunde. Dieser liegt bei 540 Minuten, aufgestellt von Oliver Kahn im Jahr 2002.



