Der TSV Havelse kann trotz des sportlichen Abstiegs auch in der kommenden Saison in der 3. Fußball-Liga planen. Nach Abschluss des Zulassungsverfahrens steht nun offiziell fest: Der TSV 1860 München muss trotz sportlicher Qualifikation aufgrund nicht erfüllter wirtschaftlicher Bedingungen in die Regionalliga Bayern absteigen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, erhält der TSV Havelse den frei gewordenen Startplatz.
Havelse rückt als bester sportlicher Absteiger nach
Die Niedersachsen würden gemäß Spielordnung als bestplatzierter sportlicher Absteiger der Saison 2025/2026 nachrücken, hieß es in der Mitteilung. Der TSV Havelse war in der gerade beendeten Spielzeit als Aufsteiger Tabellen-17. geworden. Die Münchner waren auf Rang acht gelandet, bekommen nach einem Streit mit ihrem umstrittenen Investor Hasan Ismaik jedoch keine Lizenz für die 3. Liga. Dem Vernehmen nach sollen dafür 2,7 Millionen Euro gefehlt haben. Der Traditionsclub kündigte den Kooperationsvertrag mit Ismaik.
Regionalliga Nord: St. Pauli U23 profitiert
Durch den Verbleib von Havelse in der 3. Liga wurde ein Platz in der Regionalliga Nord frei. Diesen nimmt als bestplatzierter sportlicher Absteiger die U23 des FC St. Pauli ein. Somit können sich gleich zwei norddeutsche Vereine über unerwartete Chancen freuen.
Diese Entwicklung zeigt erneut, wie wichtig wirtschaftliche Stabilität im Profifußball ist. Der Fall 1860 München verdeutlicht die strengen Auflagen des DFB, die auch vor Traditionsclubs nicht Halt machen. Für Havelse hingegen eröffnet sich die Möglichkeit, sich in der dritthöchsten Spielklasse zu etablieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.



