Verletzungsmisere beim TSV 1860: Mehrere Abwehrspieler fehlen gegen Saarbrücken
TSV 1860: Verteidiger-Ausfälle vor Saarbrücken-Spiel

Personalsorgen beim TSV 1860 vor wichtiger Auswärtspartie

Der TSV 1860 München steht vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken in der Dritten Liga mit erheblichen Personalsorgen da. Gleich mehrere Verteidiger müssen verletzungsbedingt passen, was Trainer Markus Kauczinski vor taktische Herausforderungen stellt.

Verteidigungsreihe stark dezimiert

Neben den bereits länger fehlenden Kapitän Jesper Verlaat und Sean Dulic fallen nun auch Abwehrchef Max Reinthaler und das Nachwuchstalent Lasse Faßmann aus. Diese Ausfälle treffen die Löwen besonders hart, da die Defensive in den letzten Spielen bereits Schwächen gezeigt hatte.

„Wir werden Veränderungen vornehmen müssen“, erklärte Kauczinski gegenüber der Presse. Der 56-jährige Trainer betonte jedoch, dass er keine „Experimente“ plane, sondern auf bewährte Lösungen setzen wolle. Neben den verbleibenden Innenverteidigern Raphael Schifferl und Siemen Voet kommen entweder Philipp Maier oder Damjan Dordan zum Einsatz, die bereits im Training in dieser Position getestet wurden.

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Besondere Begegnung auf der Trainerbank

Die Partie gegen Saarbrücken hat für Kauczinski eine besondere persönliche Note: Er trifft auf seinen Vorgänger beim TSV 1860 und ehemaligen Assistenten Argirios Giannikis. Die beiden Trainer verband eine erfolgreiche Zusammenarbeit beim Karlsruher SC von 2012 bis 2016, die mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga gekrönt wurde, sowie in der Bundesliga beim FC Ingolstadt 04 in der Saison 2016/17.

„Wir hatten eine gute, erfolgreiche Zeit zusammen“, erinnerte sich Kauczinski an die gemeinsamen Jahre. Diese persönliche Verbindung verleiht dem Spiel eine zusätzliche emotionale Komponente.

Aufstiegschancen schwinden, aber Motivation bleibt

Sportlich befinden sich die Löwen in einer schwierigen Situation. Mit neun Punkten Rückstand auf den FC Energie Cottbus auf Relegationsrang drei und den MSV Duisburg auf Platz vier sowie einem deutlich schlechteren Torverhältnis haben sich die Münchner laut eigenen Aussagen praktisch aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Dennoch zeigt Kauczinski sich kämpferisch: „Wir sind immer noch an dem Punkt, an dem ich sage: Wir haben noch Punkte gutzumachen, wir können vielleicht noch um den vierten Platz und die Teilnahme am DFB-Pokal spielen.“ Der Trainer räumte ein, dass der direkte Aufstieg kaum noch realistisch sei, betonte aber: „Es geht für uns als Mannschaft immer noch darum, das bestmögliche Resultat zu erzielen.“

DFB-Pokal als realistisches Ziel

Ein konkreteres Ziel könnte die Qualifikation für den DFB-Pokal sein. Da der TSV 1860 im Totopokalfinale gegen den Regionalligisten Würzburger Kickers unterlag und diese zugleich die Regionalliga-Meisterschaft verpassten, könnte Platz vier in der Dritten Liga für die Pokalteilnahme reichen.

„Man weiß nicht, was passiert, ob sich die da oben die Punkte gegenseitig wegnehmen. Das haben wir nicht in der Hand“, sagte Kauczinski zu den verbliebenen theoretischen Aufstiegschancen. „Es geht aber darum, allen Fans da draußen das Gefühl zu vermitteln, dass wir alles dafür tun, um mal wieder ein Spiel zu gewinnen. Es wäre mal wieder an der Zeit, eines zu gewinnen.“

Nach fünf Partien ohne Sieg wäre ein Erfolg in Saarbrücken nicht nur für die Tabellensituation, sondern auch für die Moral der Mannschaft von großer Bedeutung. Die verletzungsbedingten Ausfälle in der Abwehr werden dabei eine besondere Herausforderung darstellen.

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