Überraschender Trainerwechsel beim SC Wiedenbrück
Der SC Wiedenbrück hat sich überraschend von seinem Cheftrainer Sascha Mölders getrennt. Der Regionalligist gab diese Entscheidung am Donnerstagabend bekannt und betonte, dass es sich um eine einvernehmliche Trennung handelt. Der prominente ehemalige Stürmer, der in seiner aktiven Karriere für Vereine wie den FC Augsburg und 1860 München auflief, verlässt den Klub nach intensiven und vertrauensvollen Gesprächen.
Schwere Entscheidung für den Verein
In einer offiziellen Stellungnahme äußerte sich der Vorstand des SC Wiedenbrück zu dem Schritt: „Diese Entscheidung ist dem Verein außerordentlich schwergefallen und wurde keinesfalls leichtfertig getroffen.“ Der Klub würdigte die Arbeit von Mölders in den vergangenen 15 Monaten, in denen er mit großem persönlichen Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und einer bemerkenswerten Identifikation mit dem SC Wiedenbrück gearbeitet habe.
Die Trennung erfolgte nach ausführlichen Diskussionen zwischen den Verantwortlichen und dem Trainer. Der Verein betonte, dass die Gespräche in einer vertrauensvollen Atmosphäre stattfanden und beide Seiten zu dem Schluss kamen, dass ein Wechsel notwendig sei.
Schwierige sportliche Situation
Zum Zeitpunkt der Trennung befindet sich der SC Wiedenbrück in einer äußerst schwierigen sportlichen Lage. Sieben Spiele vor Saisonende belegt das Team den letzten Tabellenplatz der Regionalliga West. Mit einer 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Bocholt am Mittwoch setzte sich eine Negativserie fort – es war bereits die vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen.
Die Situation ist prekär: Auf das rettende Ufer hat Wiedenbrück bereits zwölf Punkte Rückstand. Der Klassenerhalt erscheint damit in weiter Ferne, was den Druck auf alle Beteiligten deutlich erhöht.
Mölders äußert sich zur Trennung
Sascha Mölders selbst meldete sich nach der Bekanntgabe der Trennung zu Wort. Der 41-Jährige zeigte sich zwar enttäuscht, aber verständnisvoll: „Natürlich hätte ich mir gewünscht, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen. Ich hoffe jedoch sehr, dass die Mannschaft die notwendigen Punkte holt und dieser Schritt am Ende dazu beiträgt, den Klassenerhalt zu sichern.“
Mölders hatte den Trainerposten beim SC Wiedenbrück im Januar 2025 übernommen und in seiner ersten Saison noch den Klassenerhalt geschafft. Seine Erfahrung als Bundesliga-Profi und seine Bekanntheit in der Fußballszene machten ihn zu einer prominenten Besetzung auf der Trainerbank der Regionalliga.
Auswirkungen auf die Zukunft
Die überraschende Trennung wirft nun zahlreiche Fragen auf:
- Wer wird die Nachfolge von Sascha Mölders antreten?
- Kann der SC Wiedenbrück noch den Abstieg verhindern?
- Welche Konsequenzen hat dieser Wechsel für die Mannschaftsstruktur?
Der Verein steht vor der Herausforderung, in den verbleibenden sieben Spieltagen der Saison noch die Wende zu schaffen. Die Suche nach einem neuen Cheftrainer dürfte angesichts der angespannten Tabellensituation und der fortgeschrittenen Saisonphase nicht einfach werden.
Für Sascha Mölders endet damit ein Kapitel seiner Trainerkarriere, das trotz der schwierigen aktuellen Situation von Respekt und Anerkennung geprägt war. Sein Engagement für den Verein wurde von allen Seiten gewürdigt, auch wenn die sportlichen Ergebnisse zuletzt nicht den Erwartungen entsprachen.



