Beim ersten Testspiel der Saison erzielte Hansa Rostock zwölf Tore – und dennoch richteten sich die Blicke vor allem auf das eigene Tor. Denn dort begann der spannendste Zweikampf der Vorbereitung: das Duell um die Nummer eins zwischen Neuzugang Yannic Stein und Luca Unbehaun.
Stein hinterlässt starken Eindruck
Yannic Stein, der im Sommer von einem Zweitligisten kam, durfte beim 12:0-Erfolg gegen Kühlungsborn von Beginn an spielen. Der 21-Jährige präsentierte sich lautstark, präsent und stark im Spielaufbau – genau die Qualitäten, die sich die Hansa-Verantwortlichen nach dem Abgang von Benjamin Uphoff zu Eintracht Braunschweig erhofft hatten. Trainer Daniel Brinkmann zeigte sich zufrieden: „Souverän, laut. Sehr, sehr gute Spielverlagerung. Man sieht, dass er fußballerische Qualität mitbringt.“
Brinkmann legt sich fest: Zweikampf zwischen Stein und Unbehaun
Luca Unbehaun stand beim ersten Test nicht im Kader, was Brinkmann jedoch nicht als Wertung verstanden wissen wollte. „Wir haben vier Torhüter, wir wollen alle zum Spielen bringen“, erklärte der Trainer. Gleichzeitig grenzte er den Kampf um den Stammplatz klar ein: „Und es ist klar, dass es am Ende in Richtung Steini und Luca laufen wird.“ Somit ist die Richtung vorgegeben: Stein hat den ersten Eindruck hinterlassen, Unbehaun erhält bereits am Mittwoch gegen Anker Wismar die Gelegenheit, sich zu zeigen.
Brinkmanns Philosophie: Torwart als Spielmacher
Der Trainer setzt auf einen Spielaufbau aus der eigenen Abwehr heraus, wofür er einen Torwart benötigt, der das Spiel eröffnet und seine Mitspieler dirigiert. Genau diese Fähigkeiten brachte Stein gegen Kühlungsborn auf den Platz. Der 21-Jährige überzeugte nicht nur mit seiner fußballerischen Qualität, sondern auch mit seiner Präsenz und Kommunikation.
Holten mit Fünferpack, Dajaku nur Kurzeinsatz
Neben dem Torwartduell setzte auch Emil Holten ein Ausrufezeichen: Der Stürmer erzielte in der ersten Halbzeit fünf Tore. Ex-Ulmer Leon Dajaku kam dagegen nur 30 Minuten zum Einsatz. Brinkmann erklärte: „Es sind dann ein paar Reaktionen. Aber es war klar, weil er so eine kleine Geschichte aus der alten Saison hat. Wir wollen da einfach kein Risiko eingehen. Das ist dann auch so ein bisschen Risikomanagement.“
Ausblick: Trainingslager in Neuruppin
Nach einem freien Sonntag geht der Torwart-Kampf am Montag weiter. Am Donnerstag reist die Mannschaft ins Trainingslager nach Neuruppin, wo die Entscheidung im Duell um die Nummer eins weiter vorangetrieben wird.



