Doppelpack von Tietz stoppt Hoffenheims Champions-League-Traum: Mainz triumphiert in Sinsheim
Tietz-Doppelpack stoppt Hoffenheim: Mainz triumphiert in Sinsheim

Mainz 05 stoppt Hoffenheims Aufstiegstraum mit Tietz-Doppelpack

Die TSG 1899 Hoffenheim hat im erbitterten Kampf um die Champions-League-Plätze einen schweren Rückschlag erlitten. Vor 30.150 Zuschauern im ausverkauften Sinsheimer Stadion unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer dem FSV Mainz 05 mit 1:2. Die Rheinhessen feierten dank zweier Tore von Stürmer Philipp Tietz drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf und das bereits sechste Spiel in Serie ohne Niederlage.

Hoffenheims Formkrise hält an

Die Kraichgauer sammelten in den letzten sechs Bundesliga-Spielen lediglich fünf Punkte und konnten nur beim Tabellenschlusslicht Heidenheim gewinnen. Diese Schwächephase kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit, denn wie Ilzer vor der Partie betonte: „Jetzt ist die finale Phase, jetzt ist Erntezeit.“ Zwei Wochen nach der 0:5-Klatsche in Leipzig wollte seine Mannschaft zwar von Beginn an Druck machen, doch die zündenden Ideen fehlten.

Tietz nutzt Unaufmerksamkeiten der Gastgeber

Die Mainzer, die auf den verletzten Nationalspieler Nadiem Amiri verzichten mussten, hatten nach etwa zehn Minuten Glück, als Torhüter Daniel Batz einen Kopfball von Tim Lemperle abwehrte. Kurz darauf nutzte Tietz jedoch eine Unaufmerksamkeit der Hoffenheimer Abwehr: Umringt von drei Gegenspielern köpfte der Stürmer zum 1:0 ein – Nationaltorwart Oliver Baumann hatte keine Chance.

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Fisnik Asllani ließ die TSG-Fans kurz darauf jubeln: Der agile Ex-Elversberger verschaffte sich mit einer geschickten Drehung Platz und hämmerte den Ball aus 18 Metern unter die Latte zum 1:1-Ausgleich. Es war bereits sein neunter Saisontreffer.

Kramaric-Änderung bringt keine Wende

Trainer Ilzer hatte Toptorjäger Andrej Kramaric zunächst auf die Bank gesetzt und mit Asllani, Lemperle und Bazoumana Touré eine andere Sturmformation gewählt. Auch der kosovarische Nationalspieler Albian Hajdari, dessen Cut über dem Ohr nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei mit 16 Stichen genäht werden musste, lief mit Kopfverband in der Abwehr auf.

Nach der Pause brachte Ilzer dann doch Kramaric, doch selbst der WM-erfahrene Kroate konnte die kompakte Mainzer Abwehr nicht entscheidend aufreißen. Die Hoffenheimer ließen hinten immer wieder gefährliche Lücken zu, die Mainz um Spielmacher Paul Nebel geschickt für Konter ausnutzte.

Fischers taktische Meisterleistung

Mainz-Cheftrainer Urs Fischer kann auf nun 15 Begegnungen mit 27 Punkten zurückblicken, wobei sein Team nur zwei Mal verlor. Der Schweizer reagierte in der ersten Halbzeit klug, als er Kacper Potulski für den gelb-rot-gefährdeten Routinier Dominik Kohr brachte, der auf der linken Seite mit dem flankenstarken Vladimir Coufal große Probleme hatte.

Die Entscheidung fiel in der 79. Minute: Tietz köpfte zunächst aus kurzer Distanz an Baumann, jagte dann aber den Nachschuss zum 2:1-Siegtreffer ins Netz. Dieser Erfolg gibt den Mainzer Profis zusätzliches Selbstvertrauen für das anstehende Viertelfinal-Hinspiel in der Conference League am Donnerstag gegen Racing Straßburg.

Für Hoffenheim bedeutet diese Niederlage einen herben Dämpfer im Kampf um die internationalen Plätze, während Mainz mit diesem Sieg einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf gemacht hat und seine beeindruckende Serie ungeschlagener Spiele fortsetzen konnte.

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