Sylla nach Horror-Saison: Kein Treuebekenntnis an Schalke trotz Dzeko-Konkurrenz
Sylla: Kein Treuebekenntnis nach Horror-Saison bei Schalke

Sylla reflektiert über persönliche Krise bei Schalke 04

Moussa Sylla (26) hat nach einer äußerst schwierigen Phase bei Schalke 04 endlich wieder ein Tor erzielt. Nach 149 torlosen Tagen traf der malische Stürmer vergangene Woche beim 1:1 in Darmstadt. Dies markiert einen kleinen Lichtblick in einer Saison, die für den Angreifer von zahlreichen Rückschlägen geprägt war.

Eine Saison voller Herausforderungen

Die persönliche Grusel-Saison des 26-Jährigen umfasste gleich mehrere negative Höhepunkte: Zwei geplatzte Wechsel, einen Hunde-Skandal, die Nicht-Nominierung für den Afrika-Cup und schließlich den Verlust seines Stammplatzes bei den Königsblauen. Seitdem Super-Stürmer Edin Dzeko (40) für Schalke aufläuft und in acht Spielen bereits sechs Treffer erzielte, ist Sylla nur noch zweite Wahl.

Vize-Kapitän Timo Becker (28) brachte die Situation nach dem Darmstadt-Spiel auf den Punkt: „Die Zeit, die Moussa hinter sich hat, ist eine der schwersten, die ein Fußballspieler haben kann.“

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Syllas kämpferische Haltung

Im Gespräch mit BILD zeigte sich Sylla trotz der anhaltenden Rückschläge kämpferisch: „Ich bin sehr stark. Das ist nichts. So ist das Leben. Du musst dich anpassen, oder du verlierst.“ Der Stürmer betonte die Unterstützung durch seine Familie und den regelmäßigen Austausch mit dem Verein. Auch nach dem geplatzten Wechsel nach New York im Januar meldeten sich alle Teamkollegen bei ihm.

Die Zukunft des 16-Tore-Mannes, der in der vergangenen Saison noch Top-Stürmer war, bleibt jedoch ungewiss. Ob Sylla einen dritten Transferversuch wagen wird, ist derzeit noch offen.

Fehlendes Treuebekenntnis

Syllas Vertrag bei Schalke 04 läuft bis 2028, doch ein klares Bekenntnis an den Verein blieb aus. Der Stürmer äußerte sich zurückhaltend: „Ich habe hier noch Vertrag. Was mir passiert ist, kann anderen Profis auch passieren. Ich spüre den Support der Fans und des Vereins. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Experten zufolge klingt ein echtes Treuebekenntnis anders.

Aktuell spricht wenig dafür, dass der Pott-Klub im kommenden Sommer mit den kolportierten 5 bis 6 Millionen Euro aus vergangenen Transferfenstern rechnen kann.

Weitere Herausforderungen

Ärgerlich für Sylla: Während Edin Dzeko mit der bosnischen Nationalmannschaft um das WM-Ticket kämpft, kann sich der Malier nicht vor den Augen von Cheftrainer Miron Muslic (43) beweisen. Der Trainer befindet sich die ganze Woche bei seiner Familie in Oberösterreich.

Das Testspiel in Schweinfurt am Donnerstag um 18 Uhr übernehmen die Co-Trainer. Ob Sylla überhaupt dabei sein wird, ist noch unklar. Bislang gönnte Muslic seinen Stammkräften in den Länderspielpausen immer eine Pause. Im Gegensatz zur Hinrunde zählt der Dzeko-Joker mittlerweile zur zweiten Garde und dürfte gegen Karlsruhe am 5. April wieder nur auf der Bank sitzen.

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