Vertrags-Wende bei Svanberg? Wolfsburg-Profi spricht über seine Zukunft
In Leipzig feierte der VfL Wolfsburg ein wichtiges 2:2 im Kampf um den Klassenerhalt. Doch hinter den Kulissen beschäftigt eine Personalfrage die Niedersachsen: die Zukunft von Mattias Svanberg.
Publikumsliebling mit wenig Spielzeit
Dieser Spieler hat das Zeug zum Publikumsliebling beim VfL Wolfsburg. Dafür müsste Mattias Svanberg (27) aber deutlich öfter auf dem Platz stehen. Der Schwede genießt sowohl klubintern als auch in der Öffentlichkeit großes Ansehen und gilt als absoluter Teamplayer. Sogar die Kapitänsbinde durfte er in der Vergangenheit bereits tragen.
Aber zum Stammspieler reicht es bisher nicht – auch unter Trainer Daniel Bauer (43) nicht. In diesem Jahr stand der Mittelfeldstratege erst einmal in der Startelf und kommt insgesamt nur auf magere 114 Einsatzminuten. Das ist eindeutig zu wenig für die eigenen Ansprüche eines Spielers dieser Qualität.
Vertrag bis 2027 – aber alles offen
Während der Winter-Transferphase dachte der Nationalspieler bereits an einen vorzeitigen Abschied, obwohl sein Vertrag noch bis Sommer 2027 läuft. Auf seine Situation angesprochen, zeigt sich Svanberg jedoch überraschend offen für verschiedene Szenarien.
„Theoretisch ist alles möglich, auch eine Vertragsverlängerung“, sagt der Schwede, der bereits 36 Länderspiele für sein Heimatland absolviert hat. Diese Aussage deutet auf eine mögliche Wende in den Vertragsverhandlungen hin, die viele nicht erwartet hätten.
Unzufrieden, aber professionell
Unzufrieden ist der Rechtsfuß mit seinem derzeitigen Reservisten-Dasein natürlich trotzdem. „Alle wollen von Anfang an spielen, ich natürlich auch. Ich muss weiter arbeiten und nicht negativ sein“, erklärt Svanberg mit bemerkenswerter Professionalität.
Seine Loyalität zum Verein betont er deutlich: „Ich fokussiere mich voll auf den VfL. Ich habe nicht so viel gespielt, aber wir müssen weiter nach vorn gucken.“ In Leipzig machte er mit dem wichtigen 2:1-Anschlusstreffer Werbung für seine Qualitäten.
Trainer lobt Teamplayer-Qualitäten
„Es ist keine einfache Situation für Mattias“, gibt Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43) unumwunden zu. „Er verhält sich tadellos, ist ein absoluter Teamplayer. Seine Stammposition im zentralen Mittelfeld ist derzeit besetzt. Aber als er reinkam, hat er es hervorragend gemacht. Sowas brauchen wir.“
Diese Worte des Trainers zeigen die Wertschätzung, die Svanberg im Verein genießt, auch wenn die sportliche Perspektive unklar bleibt.
Tabellensituation weiter angespannt
Trotz des Punktgewinns bei RB Leipzig bleibt die Tabellensituation für die Wölfe äußerst besorgniserregend. Drei Punkte beträgt der Abstand auf St. Pauli und einen direkten Abstiegsplatz.
„Wir nehmen den Kampf an, das haben wir in Leipzig gezeigt“, sagt Sportdirektor Pirmin Schwegler (38) mit kämpferischen Worten. „Wir müssen alles reinhauen.“ In dieser angespannten Situation könnte die Klarheit über Svanbergs Zukunft zusätzliche Stabilität bringen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der talentierte Schwede tatsächlich länger in Wolfsburg bleibt oder doch den Verein wechselt. Seine offene Haltung gegenüber einer Vertragsverlängerung gibt zumindest Anlass zur Hoffnung für die Wolfsburger Fans.



