Marco Sturm sieht Buffalo Sabres als klaren Favoriten in NHL-Playoffs
Sturm: Buffalo ist definitiv der Favorit in NHL-Playoffs

Marco Sturm sieht klare Rollenverteilung in NHL-Playoffs

Der deutsche Headcoach der Boston Bruins, Marco Sturm, hat vor dem Auftakt der NHL-Playoffs gegen die Buffalo Sabres eine klare Rollenverteilung ausgemacht. In der Nacht zum Montag (01.30 Uhr MESZ) beginnt für die Bruins die schwierige Playoff-Premiere unter Sturms Leitung.

Buffalo als klarer Favorit eingestuft

„Buffalo ist definitiv der Favorit“, sagte Sturm in einem Medien-Call am Freitag. Die Sabres hatten sich als Sieger der Atlantic Division und Zweiter der Eastern Conference qualifiziert, während die Bruins über eine Wildcard den Einzug in die Meisterrunde schafften. Auf dem Papier wartet damit eine der anspruchsvollsten Aufgaben des Eastern Conference Playoff-Baums.

Sturm betonte jedoch, dass seine Mannschaft keineswegs chancenlos sei: „Wenn wir die Sabres spielen lassen, dann wird es schwer für uns. Wenn wir das gleiche Spiel spielen möchten wie Buffalo, dann wird es schwer für uns.“ Die Bruins verfolgten einen total anderen Spielstil als der Gegner aus Buffalo.

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Stärken der Bruins: Robustheit und Erfahrung

Der 47-jährige Dingolfinger analysierte die Unterschiede zwischen den Teams: „Buffalo ist schneller als wir, sie sind technisch besser als wir, aber wir sind einfach robuster, stabiler und haben mehr Erfahrung.“ Diese Eigenschaften müssten die Bruins nutzen, um erfolgreich zu sein.

Sturm forderte von seinem Team: „Deswegen müssen wir auch cool bleiben, konzentriert bleiben. Und ich denke, wenn wir das machen, dann haben wir auch eine Chance. Letztendlich kommt es doch auf uns an.“ Die Regular Season habe gezeigt, dass die Bruins die Sabres zu Saisonbeginn zweimal schlagen konnten, in vier Hauptrundenspielen gab es drei Siege.

Playoffs als neue Saison

Der ehemalige Bundestrainer wies darauf hin, dass die Sabres im Vergleich zum Herbst „eine ganz andere Mannschaft“ seien. Sie hätten gelernt, wie man spielen müsse, um Erfolg zu haben. Die fünf Niederlagen in Serie kurz vor Saisonende beunruhigten Sturm dagegen nicht: „Wir hatten einige Höhen und Tiefen, aus denen wir immer wieder gelernt haben. Und deswegen ist es für uns einfach jetzt alles abgehakt.“

Mit den Playoffs beginne „eine neue Saison, es ist wieder ganz was anderes“, so Sturm. Die Regular Season sei zwar schön und gut, aber: „Man spielt den wunderschönen Sport wegen den Playoffs. Wir genießen einfach jetzt die Zeit.“

Persönliche Auszeichnungen zweitrangig

Bei der Vergabe des Jack Adams Award für den besten NHL-Trainer gehört Sturm nicht zu den medial genannten Kandidaten – was ihn wenig kümmert. „Mich interessiert das eigentlich gar nicht“, sagte der Coach. Entscheidend sei für ihn, dass seine Spieler und die Organisation wüssten, welche Arbeit er leiste. „Das ist für mich das Wichtigste und alles andere brauche ich nicht.“

Die Playoff-Premiere für Marco Sturm als NHL-Cheftrainer verspricht spannend zu werden, auch wenn die Ausgangslage aus Sicht des Deutschen klar ist: Buffalo geht als Favorit in die Serie, doch die Bruins haben mit ihrer Robustheit und Erfahrung durchaus Trümpfe in der Hand.

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