Der Europameister Spanien hat mit einem furiosen 4:0 (3:0) gegen Saudi-Arabien in Atlanta einen wichtigen Schritt in Richtung K.o.-Runde der Fußball-WM 2026 gemacht. Nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Kap Verde zum Auftakt präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente, der an seinem 65. Geburtstag das perfekte Geschenk erhielt, von Beginn an dominant und ließ dem Außenseiter keine Chance.
Yamal und Oyarzabal ebnen den Weg
Lamine Yamal, der erstmals seit April wieder in der Startelf stand, zerstreute alle Zweifel an seiner Fitness. Der 18-Jährige erlöste die Spanier bereits in der 10. Minute mit dem 1:0, als er eine scharfe Hereingabe über die Linie drückte. Mikel Oyarzabal, der beim Auftakt noch glücklos geblieben war, legte mit einem Doppelpack (21., 24.) nach und sorgte früh für klare Verhältnisse. „Yamal hat gezeigt, warum er zu den besten Spielern der Welt gehört. Sein Tor war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte de la Fuente nach dem Spiel.
Spanien dominiert nach Belieben
Von der ersten Minute an überrollte Spanien seinen hilflosen Gegner. Angriff um Angriff rollte in Richtung des saudischen Tores, gegen die Künstler Yamal, Dani Olmo und Oyarzabal fanden die Außenseiter kein Mittel. Auch die obligatorische Trinkpause änderte nichts an der Dynamik des Spiels. In der zweiten Halbzeit dominierte Spanien auch ohne Yamal, der geschont wurde. Einen Schuss von Marc Cucurella parierte Saudi-Keeper Mohammed Al-Owais, der Ball prallte jedoch von Al-Tambaktis Knie ins Tor zum 4:0 (55.).
Historischer Kontext und Ausblick
Spanien hatte die WM mit einer peinlichen Nullnummer gegen Kap Verde begonnen und stand unter Druck. Der Sieg gegen Saudi-Arabien bedeutete den ersten Turniersieg und einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Saudi-Arabien hingegen hatte zum Auftakt immerhin ein 1:1 gegen Uruguay geholt, war gegen Spanien aber chancenlos. Im abschließenden Spiel der Gruppe H gegen Uruguay am Samstag (2.00 Uhr MESZ) wird Spanien mehr gefordert sein. Saudi-Arabien trifft zuvor in der Nacht zu Samstag auf Kap Verde. „Wir haben gezeigt, dass wir ein heißer Anwärter auf den WM-Thron sind“, sagte Yamal nach dem Spiel. „Aber wir wissen, dass noch härtere Aufgaben auf uns warten.“



