Brisantes Wiedersehen in Wolfsburg: Ex-Eintracht-Direktor Schwegler trifft auf alte Heimat
Es gibt sicherlich angenehmere Gelegenheiten für ein Wiedersehen als dieses. Am Samstag muss Eintracht Frankfurt beim VfL Wolfsburg antreten – und trifft dort erstmals seit seinem Wechsel auf Pirmin Schwegler. Der 39-jährige Schweizer war bis vergangenen Dezember noch Direktor Profifußball bei den Hessen und ist nun in Wolfsburg als Sportdirektor tätig.
Vergangenheit mit Unstimmigkeiten
Bei Schweglers Abschied aus Frankfurt gab es einige Unstimmigkeiten. Ihm wurde unterstellt, sich während seiner Zeit bei Eintracht in Spieler-Transfers eingemischt zu haben, an denen auch der VfL Wolfsburg beteiligt war. Konkret ging es um Stürmer Younes Ebnoutalib, der sowohl ein Angebot aus Wolfsburg als auch aus seiner Heimat Frankfurt vorliegen hatte und sich schließlich für die Eintracht entschied.
Schwegler beteuerte glaubhaft, niemals gegen seinen Ex-Verein geararbeitet zu haben. Die Unstimmigkeiten sind inzwischen längst ausgeräumt, wie aus Kreisen beider Vereine zu hören ist. Dennoch bleibt das Wiedersehen unter besonderen Vorzeichen.
Gegenwart mit großen Sorgen
Inzwischen hat der ehemalige Eintracht-Star ganz andere Sorgen. Während Frankfurt als Tabellensiebter noch um die europäischen Plätze kämpft, steckt der VfL Wolfsburg tief im Abstiegskampf. Die Wölfe stehen auf dem 17. Platz, der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt bereits vier Punkte.
Die Bilanz der letzten Wochen ist ernüchternd:
- Der letzte Sieg gelang Mitte Januar mit einem 2:1 gegen Konkurrent St. Pauli.
- Seitdem blieb Wolfsburg in sieben Spielen ohne Dreier.
- Auch unter neuem Trainer Dieter Hecking (61) blieb der Club in drei Partien sieglos.
Für Schwegler bedeutet dies: Siege sind ab jetzt absolute Pflicht. Doch ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein, bei dem er nicht nur als Spieler, sondern auch in der Führungsetage erfolgreich war, will der VfL endlich wieder punkten.
Perspektiven für das Spiel
Das Duell verspricht Spannung auf mehreren Ebenen. Nicht nur die sportliche Situation beider Teams könnte unterschiedlicher kaum sein, auch die persönliche Geschichte Schweglers mit der Eintracht sorgt für zusätzliche Brisanz. Während Frankfurt mit dem europäischen Gedanken im Hinterkopf nach Wolfsburg reist, kämpfen die Niedersachsen ums nackte Überleben in der Bundesliga.
Für Pirmin Schwegler wird dieses Wiedersehen mit Sicherheit kein fröhliches, egal wie das Ergebnis am Ende ausfällt. Zu groß sind die aktuellen Probleme in Wolfsburg, zu frisch sind vielleicht noch die Erinnerungen an seine Zeit in Frankfurt. Eines ist jedoch sicher: Beide Seiten werden alles geben, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen – und das macht die Begegnung zu einem der interessantesten Spiele dieses Spieltags.



