HFC-Profi Schmedemann kritisiert Absage-Chaos vor wichtiger Partie
Am Samstag um 14 Uhr empfängt der Hallesche FC endlich wieder ein Heimspiel in der eigenen Arena. Der Gegner heißt Greifswald – und für Abwehrspieler Pascal Schmedemann bedeutet diese Begegnung ein besonderes Wiedersehen. Der 25-jährige Profi, der erst kürzlich Vater geworden ist, äußert sich im Vorfeld jedoch vor allem verärgert über die zahlreichen Spielabsagen der vergangenen Wochen.
„Es ist schon ein wenig nervig“ – Schmedemanns Frust über Absageflut
„Es ist schon ein wenig nervig, dass man sich immer intensiv vorbereitet und dann abgesagt wird“, erklärt Schmedemann in einem Interview. Die aktuelle Situation mit zahlreichen Spielverlegungen und -absagen belastet die Spieler sichtlich. Anders als auf vielen anderen Plätzen kann in Halle jedoch gespielt werden, was zumindest für das anstehende Heimspiel eine positive Nachricht darstellt.
Der frischgebackene Vater findet dennoch einen Silberstreif am Horizont: „Das einzig Positive für mich ist, dass ich mehr Zeit mit meinem kleinen Sohn verbringen kann.“ Diese familiäre Komponente mildert seine Enttäuschung über die chaotische Spielplan-Situation etwas ab.
Profifußball als Fernziel – aktuelle Entwicklung gibt Hoffnung
Schmedemann macht deutlich, dass in der 3. Liga solche Absage-Probleme kaum vorkommen würden. Vom erträumten Aufstieg in den Profifußball ist der Hallesche FC allerdings noch weit entfernt. Dennoch sieht der Abwehrspieler positive Entwicklungen: „Wir sind immer mehr zu einer Mannschaft geworden und haben eine gute Entwicklung genommen.“
Die Wintervorbereitung verlief anders als geplant, doch Schmedemann zeigt sich optimistisch: „Im Winter konnten wir zwar nicht wie erhofft an den Feinheiten arbeiten, aber wir sind von der Qualität her gut genug, das auch in kürzerer Zeit zu schaffen.“ Nach dem Sieg gegen Erfurt will der HFC den Aufwärtstrend nun fortsetzen – dafür ist ein Dreier gegen Greifswald dringend notwendig.
Warnung vor unberechenbarem Ex-Klub Greifswald
Besondere Brisanz erhält das Spiel durch Schmedemanns Vergangenheit bei Greifswald. Drei Jahre spielte der gebürtige Schweriner für den mecklenburgischen Klub, doch seit seinem Wechsel im Sommer hat sich viel verändert. Greifswald dümpelt im Tabellenkeller und vollzog zum Jahresende einen Trainerwechsel.
Björn Lipfert folgte auf Markus Zschiesche – eine Veränderung, die Schmedemann vor Herausforderungen stellt: „Das ist auch für mich eine Wundertüte. Den Trainer kenne ich auch gar nicht.“ Zwar pflegt er noch Kontakt zu ehemaligen Teamkollegen und kennt deren individuelle Stärken, doch über die taktische Ausrichtung des neuen Trainers kann er nur spekulieren: „Was uns jetzt fußballerisch erwartet, ist schwer zu sagen.“
Die Vorbereitung auf dieses unberechenbare Gegner-Team gestaltet sich somit besonders schwierig. Für den HFC und Pascal Schmedemann wird es am Samstag darum gehen, trotz der widrigen Umstände und der ungewissen Gegner-Vorbereitung drei wichtige Punkte zu holen.



