Schlotterbeck-Entscheidung beim BVB gefallen: Kein Einsatz in Leipzig
Für Borussia Dortmund gibt es vor dem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr) schlechte Nachrichten. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (26) wird dem Team weiterhin fehlen. Der Defensivspieler hatte bereits im Champions-League-Playoff-Spiel gegen Atalanta Bergamo aufgrund muskulärer Probleme pausieren müssen.
Kovač: „Wir wollen kein zu hohes Risiko gehen“
Trainer Niko Kovač (54) begründete die Entscheidung auf der Pressekonferenz am Donnerstag ausführlich. „Schlotti ist heute schon wieder auf dem Platz gewesen. Er fühlt sich auch gut“, erklärte der BVB-Cheftrainer. „Es ist eher noch eine Vorsichtsmaßnahme. Wir wollen nicht ein zu hohes Risiko gehen. Sollten wir zu früh einsteigen, kann es sein, dass es nach hinten raus wieder länger dauert.“
Der erfahrene Trainer betonte die Notwendigkeit einer vernünftigen Herangehensweise: „Er würde schon gerne jetzt schon wollen, aber wir müssen da vernünftig sein. Deswegen wird das Leipzig-Spiel jetzt noch fehlen. Dann schauen wir mal, was Atalanta beziehungsweise München dann bringt.“ Damit deutete Kovač an, dass eine Rückkehr Schlotterbecks für das Rückspiel gegen Atalanta Bergamo und das Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern möglich sein könnte.
Defensivprobleme beim BVB: Drei weitere Innenverteidiger fehlen
Die Personalnot in der Innenverteidigung des BVB ist jedoch noch größer. Neben Schlotterbeck müssen die Dortmunder in Leipzig auf gleich drei weitere defensive Spieler verzichten. Emre Can (32) kämpft mit Adduktorenproblemen, der junge Filippo Mane (20) hat eine Muskelverletzung erlitten, und auch Niklas Süle (30) ist noch nicht wieder einsatzbereit.
Diese Situation führte bereits im Spiel gegen Atalanta Bergamo zu einer ungewöhnlichen Lösung. Der erst 18 Jahre alte Luca Reggiani stand in diesem wichtigen Champions-League-Spiel erstmals in der Startelf von Borussia Dortmund und trug zum 2:0-Erfolg bei.
Youngster Luca Reggiani: Chance und Verantwortung
Vieles spricht dafür, dass der junge Defensivspieler auch am Samstag gegen RB Leipzig von Beginn an auf dem Platz stehen wird. Trainer Kovač äußerte sich am Donnerstag vorsichtig optimistisch über das Talent: „Wir wollen jetzt nicht zu früh alles nur gut sehen. Sicherlich hat er jetzt zwei gute Spiele gemacht. Er ist richtig gut dabei. Er ist körperlich fit, hat es sehr gut gemacht.“
Gleichzeitig warnte der erfahrene Trainer vor zu großen Erwartungen: „Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir ihn jetzt nicht verheizen. Sollte alles normal laufen, dann wird das sicherlich ein toller Fußballspieler. Dafür braucht es aber auch einen gesunden Kopf.“ Diese Aussage unterstreicht die schwierige Balance zwischen der Förderung junger Talente und dem Schutz ihrer langfristigen Entwicklung.
Die Situation zeigt die tiefe Personalnot in der Dortmunder Defensive, die den BVB vor erhebliche Herausforderungen im wichtigen Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig stellt. Während die Fans auf eine baldige Rückkehr von Schlotterbeck hoffen, bietet sich für Luca Reggiani die Chance, sich weiter zu beweisen und möglicherweise eine feste Rolle im Team zu etablieren.



