Schalke-Aufstieg: Sogar der BVB feiert die Rückkehr der Königsblauen
Schalke-Aufstieg: BVB feiert mit

Ekstase pur! Schalke ist zurück in der Bundesliga. Seit Samstagnacht um 22.25 Uhr ist die Fußball-Welt wieder ein ganzes Stück besser. Wie sehr der Traditions-Gigant aus Gelsenkirchen (210.000 Mitglieder!) der Liga gefehlt hat, belegt wohl kaum eine Episode besser als diese: Während die Konkurrenz aus Dortmund früher ihrem Erzfeind nichts als Spott und Hass gönnte, freuen sich Fans, Trainer, Spieler und sogar Bosse des BVB seit Wochen über die jetzt perfekte Rückkehr von „Herne-West“. Erst heimlich, inzwischen sogar öffentlich.

Gelbe empfinden plötzlich wat für Blaue! Zum Verständnis der Dimension für alle Nicht-Ruhrpottler, Fußball-Verächter (gibt’s auch) oder Bayern-Verblendete: Das ist in etwa so, als würde Kanzler Friedrich Merz (70) sehnlichst auf ein Kabinett-Comeback von Angela Merkel (71) hinfiebern – quasi unvorstellbar.

Schalke schafft, was die Politik seit Jahren nicht packt: das Armenhaus Gelsenkirchen (auch 2026 mit über 15 Prozent die höchste Arbeitslosenquote Deutschlands) – aus der Dauer-Depression zu erwecken. Die Zeit der ewigen Selbstkasteiung ist vorbei, der Wiederaufstieg in Deutschlands exklusivste Kickeria beschert allen Schalkern ein neues Selbstwertgefühl: Endlich wieder dabei! Endlich wieder Respekt! Endlich kein Running Gag mehr auf der Arbeit, beim Einkaufen oder am Tresen sein. Ein enormer Imagegewinn für die strukturschwache Stadt von Kuzorra und Libuda, die auch danach dürstet, endlich mal wieder zu den Aufsteigern des Landes zu gehören.

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S04 ist für die Menschen der Region dabei nicht nur Religion, sondern auch ständiger Lebenspuls. Geht’s Königsblau schlecht, hängen auch seine Anhänger durch. Nach dem letzten Abstieg 2023 stürzte man gemeinsam mal wieder ins Tal der Tränen ab und wandelte sogar wiederholt am Abgrund zur 3. Liga. Die legendären Nordkurven-Fans plakatierten noch nach der letzten Saison: „Schöne Sommerpause, ihr Versager!“ Schalke, der Meister von Drama, Herz und Schmerz!

Wohl kein Klub der Republik war jemals emotionaler, bekloppter und leidensfähiger als Schalke! Logisch, dass jetzt alles rausmuss: Glich die jüngste Bayern-Feier nach Meister-Titel Nr. 35 in der Allianz-Arena eher der Schaf-Polonaise neulich im Penny-Supermarkt (alle artig hintereinander her und schnell wieder raus), entlädt sich über Gelsenkirchen seit dem Sieg über Düsseldorf eine gigantische Partyexplosion. Ende der Emotionsfestspiele von GE? Nicht absehbar …

Stadt im Ausnahmezustand: Hier marschieren 20.000 Schalker zum Aufstiegs-Kracher!

Schalke holt sich seinen Stolz zurück!

Karaman, Karius, Katic, Dzeko und Co. heißen die neuen Schalke-Helden. Die Architekten des Erfolgs: Sport-Vorstand Frank Baumann (50), der Buddha gleich Ruhe und Erleuchtung über Schalke brachte. Sein Meisterstück: Trainer Miron Muslic (43) für 700.000 Euro von Englands Zweitliga-Absteiger Plymouth Argyle zu holen. Der Ösi mit bosnischen Wurzeln ist innerhalb von nur einer Saison vom Nobody zum Trainer des Jahres emporgeschossen. Erst dichtete er Schalke dafür ab, dann implantierte er dem Team mithilfe von Starstürmer Edin Dzeko (40) ein neues Spektakel-Gen. Als Nächstes darf Muslic beweisen, dass er den Verein trotz immer noch akuter Kohleknappheit (Schuldenstand: 116 Mio. Euro) auch als Sparklub in der 1. Liga etablieren kann. Eine Mission – noch schwieriger als der Aufstieg.

Pott, Pott, Hurra!

In Zeiten von anhaltender Meister-Langeweile und Vereinsverzwergung kann der Bundesliga wenig Besseres passieren als ein Schalke-Revival. Ganz nebenbei ist damit die Mutter aller Derbys zurück! Inzwischen können sie sich sogar in Dortmund öffentlich eingestehen, wie sehr ihnen dieses Duell gefehlt hat. Und Königsblau hat Fußball-Deutschland ja noch SO VIEL mehr zu bieten …

Wunderbar, dass ihr wieder das seid, liebe Schalker!

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