1. FC Saarbrücken verpasst Sieg gegen 1860 München - Abstiegskampf verschärft sich
Saarbrücken verpasst Sieg gegen 1860 - Abstiegskampf verschärft

1. FC Saarbrücken verpasst Geburtstagsgeschenk gegen 1860 München

Der 1. FC Saarbrücken tritt im Kampf um den Klassenerhalt weiter auf der Stelle. Im Traditionsduell gegen den TSV 1860 München mussten sich die Saarländer trotz einer überragenden Chancenausbeute mit einem enttäuschenden 0:0-Unentschieden begnügen. Anlässlich des 123. Vereinsgeburtstages hatte sich der FCS eigentlich drei Punkte zurückerspielen wollen, doch die Torflaute hält weiter an.

Chancenwucher ohne Torerfolg

Bereits in der ersten Halbzeit zeigte der 1. FC Saarbrücken, wer das Spiel bestimmen würde. Lucas Multhaup verpasste gleich mehrere Großchancen. In der 18. Minute wurde sein Schuss noch zur Ecke geblockt, acht Minuten später scheiterte er erneut an TSV-Keeper Marco Dähne. Die größte Möglichkeit der ersten Spielhälfte hatte jedoch Manuel Brünker, dessen schwacher Schuss in der 31. Minute auf der Linie von Stefan Maier geklärt wurde.

Das Spiel wurde in der 31. Minute für mehrere Minuten unterbrochen, nachdem hinter dem Fanblock der Gäste ein Notarzteinsatz notwendig wurde. Auch die Saarbrücker Fans verhielten sich in dieser Situation vorbildlich ruhig und respektvoll.

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Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen

Nach der Pause machten die Gastgeber weiter Druck, doch erst die Münchner kamen zu klaren Torchancen. FCS-Keeper Timon Weiner musste in der 56. Minute zweimal stark gegen Maximilian Althaus und Stefan Niederlechner parieren. In der 62. Minute wurde das Spiel erneut unterbrochen, als Münchens Anhang zahlreiche Pyrotechnik zündete und der Qualm aufs Spielfeld zog.

Die größte Kontroverse des Nachmittags entwickelte sich in der 80. Spielminute. Nach einem klaren Beinstellen von Raphael Schifferl gegen Julian Pick verweigerte Schiedsrichter Patrick Ballweg einen eindeutigen Elfmeter für den FCS. Nur drei Minuten später stand Schifferl erneut im Mittelpunkt, als er einen Gewaltschuss von Kapitän Patrick Sontheimer in letzter Sekunde ablenken konnte.

Abstiegskampf verschärft sich

Trotz neun Minuten Nachspielzeit gelang es dem 1. FC Saarbrücken nicht mehr, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Vor 14.744 Zuschauern im Ludwigsparkstadion mussten sich die Saarländer mit einem Punkt begnügen, der im Abstiegskampf der 3. Liga kaum reichen wird. Die Verfolger SSV Ulm und TSV Havelse treffen am späten Nachmittag aufeinander, wodurch der bisherige Neun-Punkte-Vorsprung des FCS schmelzen wird.

Trainer Argirios Giannikis hatte im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Havelse drei Personaländerungen vorgenommen: Lennart Fahrner, Noah Bichsel und Lucas Multhaup ersetzten Fabrice Elongo-Yombo, den gesperrten Marco Rizzuto und Lukas Bormuth. Trotz der taktischen Anpassungen und der spielerischen Überlegenheit bleibt die Torproblematik das größte Handicap des Teams.

Der 1. FC Saarbrücken muss nun in den verbleibenden Saisonspielen dringend Punkte sammeln, um den drohenden Abstieg aus der 3. Liga noch abzuwenden. Die nächsten Begegnungen werden über das Schicksal des Traditionsvereins entscheiden.

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