Frank Rost analysiert Nord-Derby: Backhaus muss Gegnern Angst einjagen
Rost: Backhaus muss Gegnern Angst machen

Frank Rost mit klarer Analyse zum Nord-Derby

Das Nord-Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV steht an diesem Samstag an, und Bundesliga-Legende Frank Rost (52) hat in seiner aktuellen BILD-Kolumne klare Worte gefunden. Für den Ex-Torhüter war dieses Duell stets etwas Besonderes – insgesamt 21-mal stand er selbst auf dem Platz, wobei ihm besonders das erste Aufeinandertreffen im Jahr 1995 im Gedächtnis geblieben ist.

Schöner Fußball nicht zu erwarten

Beide Mannschaften stehen unter erheblichem Druck, wobei Werder Bremen noch etwas mehr gefordert ist. Rost betont, dass die Bremer geduldig agieren und vor allem die Ruhe bewahren müssen. Ein früher Rückstand wäre aus seiner Sicht der absolute Worst Case, daher sollte der Fokus klar auf der Defensive liegen.

„Es muss auch mal nur ein Tor zum Sieg reichen“, so Rost, der gleichzeitig warnt: „Solche Fehler wie bei der Pleite gegen Köln dürfen am Samstag nicht passieren!“ Die Aufgabe des Trainers sei es nun, die Sinne der Spieler zu schärfen, denn wer weniger Fehler mache, werde am Ende gewinnen.

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Führungsproblem bei Werder Bremen

Besonders bitter für Werder ist aus Rost's Sicht die Sperre von Marco Friedl. Friedl ist für ihn DER Führungsspieler bei den Bremern, der durch viel Kommunikation und Lenkung seiner Mitspieler auffällt. Rost sieht aktuell niemanden im Kader, der diese Rolle adäquat übernehmen könnte. Ihm fehlen bei beiden Vereinen Typen, die vorangehen und Verantwortung übernehmen.

Die Fans könnten laut Rost eine wichtige Rolle spielen, indem sie ihre Mannschaft bis zum Schluss unterstützen. Es dürfe nicht passieren, dass Unruhe im Stadion aufkommt – dafür seien aber primär die Spieler auf dem Platz verantwortlich.

Torhüter-Duell im Fokus

Als ehemaliger Torwart schaut Rost natürlich besonders auf das Keeper-Duell. Beide Torhüter machten ihren Job gut, doch Mio Backhaus beeindruckt ihn besonders. In seiner ersten Profi-Saison liefere der 21-Jährige ab, doch Rost sieht noch Luft nach oben: „Was mir bei ihm aber noch etwas fehlt: die Ausstrahlung und Präsenz. Er muss es schaffen, dass die gegnerischen Stürmer Angst vor ihm haben.“

Der Experte schlägt vor, dass Backhaus vielleicht einfach mal einen Gegner richtig abräumen müsse, um zu zeigen: „Ich bin da!“ Dennoch betont Rost, dass der junge Keeper noch viel Potenzial für eine große Karriere habe.

Prognose und Tabellensituation

Rost erwartet beim Nord-Derby ein Unentschieden mit 1:1, wobei ein Remis dem HSV aufgrund der Tabellenkonstellation deutlich mehr helfen würde als Werder. Beide Teams müssten ihr Offensiv-Problem in den Griff bekommen, wobei Rost besonders Werder-Stürmer Justin Njinmah im Blick hat.

Der Stürmer habe viel Potenzial, müsse aber an seinem Abschluss arbeiten und dafür Extraschichten schieben. Rost kritisiert dabei moderne Belastungssteuerungskonzepte: „Die besten Spieler haben früher so viel wie möglich trainiert – und es auch überlebt.“

Am Ende ist Rost überzeugt, dass sowohl Werder Bremen als auch der HSV die Klasse halten werden. St. Pauli sei aktuell zu schwach, und auch Wolfsburg sowie Heidenheim stellten keine ernsthafte Gefahr dar.

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