Robben warnt vor direkten Vergleichen mit Bayern-Star Olise
Im Vorfeld des hochkarätigen Champions-League-Viertelfinalrückspiels zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid hat sich Bayern-Legende Arjen Robben ausführlich zu seiner ehemaligen Mannschaft geäußert. Besonders die Leistungen von Michael Olise sind dem ehemaligen Außenstürmer nicht entgangen. Robben zeigte sich beeindruckt von der Spielweise des Franzosen, der auf der rechten Außenbahn im Hinspiel gegen die Königlichen glänzte.
„Er hat mir sehr gut gefallen. Das ist natürlich auch meine Position. Er war sehr gut – hat aktiv und kreativ gespielt und hatte sehr gute Ballaktionen“, analysierte der 41-jährige Niederländer im Gespräch mit den Klubmedien. Viele Fans sehen in Olise Parallelen zu Robben in seinen besten Zeiten, insbesondere wenn der Franzose von rechts nach innen zieht – die typische „Robben-Bewegung“.
Jeder Spieler hat seinen eigenen Charakter
Auf diesen Vergleich angesprochen, gab Robben zwar zu, dass es gewisse Ähnlichkeiten gibt, warnte jedoch nachdrücklich vor voreiligen Vergleichen. „Es gibt sicherlich einige Parallelen. Aber man muss immer aufpassen mit Vergleichen. Ich mag das eigentlich nicht so, weil jeder Spieler seinen eigenen Spielcharakter hat“, betonte der Ex-Profi. Er stellte klar: „Natürlich gibt es bei uns gewisse Dinge, die ähnlich sind. Aber am Ende ist er ein anderer Spieler als ich. Er macht es einfach supergut.“
Robben betonte damit die Individualität jedes Fußballers und wies darauf hin, dass Olise seine eigenen Stärken und Qualitäten mitbringt, die unabhängig von historischen Vergleichen zu bewerten sind.
Neuer bleibt für Robben das Maß aller Dinge
Neben Olise richtete Robben sein Lob auch auf Manuel Neuer, der im Hinspiel in Madrid mit einer Glanzleistung überzeugte. Trotz seines Alters von mittlerweile 40 Jahren sieht Robben in Neuer nach wie vor den weltbesten Torwart. „Für mich war er schon immer der beste Torwart der Welt. Und dass er in seinem Alter – mit allem Respekt, er ist jetzt 40 – so eine Leistung im Viertelfinale der Champions League bringt, zeigt einfach noch einmal seine unglaubliche Klasse“, schwärmte der Niederländer.
Robben zeigte sich von Neuers konstanter Leistungsfähigkeit beeindruckt, betonte aber gleichzeitig, dass ihn diese Form nicht überrascht. Für ihn ist Neuer nach wie vor eine Schlüsselfigur im Bayern-Kader, deren Erfahrung und Qualität in entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen kann.
Kompany hat Bayern zu einer Maschine geformt
Besonders positiv fiel Robbens Bewertung von Trainer Vincent Kompany aus. Der ehemalige Bayern-Star outete sich als großer Fan der Arbeit des Belgiers und sieht deutliche Fortschritte im Vergleich zur Vorsaison. „Vincent Kompany hat das sehr gut gemacht. Du siehst: Das ist eine Mannschaft. Sie marschieren nach vorne und nach hinten“, so Robben.
Ihm imponiere besonders das kollektive Verteidigen und der Hunger des Teams. „Es funktioniert aktuell eigentlich alles, jeder weiß, welche Aufgabe er hat. Sie haben einen klaren Plan“, analysierte Robben. Sein Fazit zur Kompany-Elf fiel fast schon furchteinflößend für die Konkurrenz aus: „Das ist eine Maschine, die läuft, und ich glaube, dass sie bis zum Ende laufen wird!“
Robben sieht also nicht nur individuelle Stärken bei Spielern wie Olise und Neuer, sondern vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung, die auf die klare taktische Handschrift des Trainers zurückzuführen ist. Diese Einheit und Entschlossenheit könnte im Rückspiel gegen Real Madrid den entscheidenden Vorteil bringen.



