Güstrower Rentner reisen dank Glücksbringer zur Fußball-WM 2026 in die USA
Rentner reisen dank Glücksbringer zur Fußball-WM in USA

Güstrower Rentner erfüllen sich WM-Traum dank unerwartetem Glücksbringer

Die Vorfreude ist kaum in Worte zu fassen: Hans-Jürgen Kowalzik (74) aus Güstrow und Ewald Keinert (76) aus Dobbin werden im Sommer 2026 zur Fußball-Weltmeisterschaft in die USA reisen und dort alle drei Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft live miterleben. Was nach einem spontanen Abenteuer klingt, war in Wahrheit ein hart erkämpfter Erfolg, der erst durch einen glücklichen Zufall möglich wurde.

Der beschwerliche Weg zu den begehrten WM-Tickets

Die erste Hürde zeigte sich bereits in der initialen Bestellphase, als ausschließlich Visa-Karten-Inhaber berechtigt waren, sich für Karten zu bewerben. „Wir haben aber beide keine Visa-Karten“, erklärt Hans-Jürgen Kowalzik die Ausgangslage. Auch die zweite Phase verlief erfolglos, bevor in der dritten Runde endlich die Bestätigung kam, dass sie in der Auslosung standen. Doch selbst das garantierte noch keine Tickets, zumal die beiden Senioren an einem umfassenden Gesamtpaket interessiert waren – inklusive Flügen, Unterkünften und weiteren Services.

Ein Fanbetreuer als rettender Engel

Die Wende brachte ein Besuch beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei in Leipzig. Dort sprachen sie einen Fanbetreuer an, der sich als wahrer Glücksbringer entpuppte. „Dieser vermittelte uns einen Kontakt, der es ermöglichte, genau das gewünschte Rundumpaket zu erhalten“, berichtet Kowalzik begeistert. Nun müssen sich die beiden um nichts mehr kümmern: Flüge, Tickets, Unterkünfte und sogar Sightseeing-Touren sind organisiert, sodass sie zwischen den Spielen bestens unterhalten werden.

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Drei Spiele an drei verschiedenen Orten

Die Reiseroute der beiden Fußball-Enthusiasten ist ambitioniert:

  • Am 12. Juni starten sie mit dem Zug nach Frankfurt am Main
  • Am 13. Juni heben sie in Richtung USA ab
  • Das erste Spiel gegen Curaçao am 14. Juni erleben sie in Houston
  • Danach geht es weiter nach Toronto für das Spiel gegen die Elfenbeinküste
  • Abschließend reisen sie nach New York, wo Deutschland am 25. Juni auf Ecuador trifft

„Nach den Gruppenspielen kehren wir wieder nach Hause zurück“, erklärt Kowalzik den gut durchdachten Plan.

Die Freiheit des Rentnerdaseins nutzen

Beide Männer sind seit etwa zehn Jahren im Ruhestand und nutzen diese Zeit intensiv für ihre Leidenschaft. Als Mitglieder des Fanclubs Nationalmannschaft haben sie bereits zahlreiche Reisen unternommen, darunter ein WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan. „Wir haben jetzt die Zeit. Das ist nun mal der Vorteil des Rentnerdaseins“, betonen sie. Solange die Gesundheit mitspielt, spielt der finanzielle Aufwand für sie keine entscheidende Rolle. „Uns ist es das wert. Wir sind nicht mehr die Jüngsten und wollen diese Erfahrung einfach noch einmal machen“, so Kowalzik.

Eine Freundschaft, die durch gemeinsame Leidenschaften geprägt ist

Die beiden kennen sich seit Jugendtagen und teilen neben dem Fußball noch eine weitere Passion: Speedway. Seit den 1980er-Jahren fahren sie regelmäßig nach Pardubice in Tschechien, was für sie „einfach Kult“ ist. Ihre gemeinsamen Erlebnisse dokumentieren sie akribisch in Fotobüchern, die nach jeder größeren Reise entstehen – sei es nach der EM in Frankreich, der WM in Russland oder ihrer legendären Route 66-Tour 2019.

Die Vorfreude wächst mit jedem Tag

Einen ersten Vorgeschmack auf die WM-Stimmung erhalten die beiden bereits im März, wenn sie die Länderspiele gegen die Schweiz in Basel und gegen Ghana in Stuttgart besuchen. „Wir glühen vor Vorfreude“, gestehen sie. Danach dauert es nicht mehr lange, bis der Flieger endlich in Richtung USA startet. Für Hans-Jürgen Kowalzik und Ewald Keinert wird sich dann ein weiteres Kapitel in ihrer beeindruckenden Reisegeschichte als leidenschaftliche Fußballfans öffnen.

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