Eklat bei Champions League: Rassismus-Vorwürfe gegen Benfica-Spieler nach Vinicius-Beleidigung
Rassismus-Eklat bei CL: Vinicius beleidigt - Mbappé fordert Konsequenzen

Rassismus-Eklat erschüttert Champions-League-Spiel in Lissabon

Beim Champions-League-Playoff-Hinspiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid ist es zu einem schwerwiegenden Rassismus-Vorfall gekommen. Real Madrids Starstürmer Vinicius Junior beschuldigte den argentinischen Benfica-Spieler Gianluca Prestianni, ihn während der Partie rassistisch beleidigt zu haben. Der Vorfall löste massive Reaktionen aus und überschattete den 1:0-Auswärtssieg der Königlichen.

Vinicius rechtfertigt Schiedsrichter-Intervention

Der 25-jährige Brasilianer meldete sich nach dem Spiel auf Instagram zu Wort und begründete seine emotionale Reaktion. "Ich mag es nicht, mich in solchen Situationen zu befinden", schrieb der ehemalige Weltfußballer. "Erst recht nicht nach einem großartigen Sieg, wenn die Schlagzeilen eigentlich Real Madrid gelten sollten. Aber es war notwendig." Vinicius hatte nach seinem sehenswerten Schlenzertor in der 50. Minute zunächst provokant an der Eckfahne gefeiert und dafür eine Gelbe Karte erhalten.

Anti-Rassismus-Protokoll wird aktiviert

Nach der mutmaßlichen Beleidigung durch Prestianni lief Vinicius aufgebracht zu Schiedsrichter Francois Letexier. Der französische Unparteiische unterbrach daraufhin sofort das Spiel und kreuzte die Arme – das klare Signal, dass das Anti-Rassismus-Protokoll der UEFA greift. Erst nach langen Diskussionen, an denen sich auch Benficas Trainer José Mourinho beteiligte, wurde die Partie fortgesetzt.

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In der verbleibenden Spielzeit wurde Vinicius bei jeder Ballberührung ausgepfiffen und nahe der Seitenlinie sogar mit Gegenständen beworfen. Der Real-Star kommentierte das Verhalten seines mutmaßlichen Beleidigers scharf: "Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Trikot in den Mund stopfen, um ihre Schwäche zu demonstrieren."

Mbappé fordert drastische Konsequenzen

Real Madrids Teamkollege Kylian Mbappé erhob schwere Vorwürfe gegen Prestianni und forderte drastische Maßnahmen. "Dieser Spieler verdient es nicht mehr, in der Champions League zu spielen", erklärte der französische Nationalspieler und bezeichnete den Vorfall als "schwerwiegend". Mbappés Forderung nach einer lebenslangen Sperre für den Argentinier löste in der Fußballwelt kontroverse Diskussionen aus.

Prestianni weist Vorwürfe entschieden zurück

Der 20-jährige Benfica-Spieler Gianluca Prestianni wies alle Anschuldigungen über Social Media entschieden zurück. "Ich möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt rassistische Beleidigungen an Vinicius Júnior gerichtet habe", schrieb der Argentinier. "Ich war nie rassistisch mit jemandem und bedauere die Drohungen, die ich von Real-Madrid-Spielern erhalten habe." Prestianni behauptet, Vinicius habe missverstanden, was er gehört zu haben glaubte.

Mourinho verteidigt Benfica und kritisiert Vinicius

Benfica-Trainer José Mourinho, der in der Schlussphase des Spiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, nahm seinen Klub gegen Rassismus-Verdächtigungen in Schutz. Der Portugiese erinnerte daran, dass "der größte Mensch in der Geschichte dieses Klubs schwarz war" – eine Anspielung auf den legendären Torjäger Eusébio. Gleichzeitig kritisierte Mourinho Vinicius' Verhalten: "Ich habe ihm gesagt: Wenn Du so ein Tor schießt, feiere einfach und gehe zurück."

Wiederholte Vorfälle in Vinicius' Karriere

Für Vinicius Junior ist dies nicht der erste Rassismus-Vorfall in seiner Karriere. Bereits in der spanischen Liga gab es mehrfach Vorfälle, bei denen der brasilianische Nationalspieler beleidigt wurde. Die aktuelle Situation in Lissabon wirft erneut die Frage auf, ob die bestehenden Anti-Rassismus-Maßnahmen im europäischen Fußball ausreichend sind.

Die UEFA hat angekündigt, den Vorfall zu untersuchen. Die Fußballwelt wartet nun gespannt auf mögliche Sanktionen und Konsequenzen aus diesem erneuten Rassismus-Eklat im internationalen Spitzenfußball.

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