Barcelona-Star Raphinha erhebt schwere Vorwürfe nach Champions-League-Aus
Der FC Barcelona hat das Viertelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid verloren und verpasst damit den Einzug ins Halbfinale. Während der 2:1-Sieg im Rückspiel in Madrid nicht ausreichte, um die 0:2-Heimniederlage aus dem Hinspiel auszugleichen, richtet sich der Frust der Katalanen erneut gegen die Schiedsrichterleistungen.
Raphinha spricht von 'gestohlenem Spiel' und Schiedsrichter-'Angst'
Barcelona-Offensivspieler Raphinha erhob nach dem Ausscheiden schwere Vorwürfe gegen die Unparteiischen. "Für mich war es ein gestohlenes Spiel – nicht nur dieses, auch das andere", sagte der 29-jährige Brasilianer, der aufgrund einer Oberschenkelverletzung in beiden Partien nicht einsatzfähig war.
Der Stürmer kritisierte insbesondere die Leistung von Schiedsrichter Clément Turpin im Rückspiel: "Die Entscheidungen, die er trifft, sind unglaublich. Ich möchte wirklich verstehen, warum sie solche Angst haben, dass Barcelona gewinnt." Bereits nach dem Hinspiel hatte Barcelona offiziell Beschwerde bei der Uefa eingelegt, weil ein Handspiel von Atlético-Spieler Marc Pubill nicht geahndet wurde – der Verband wies die Beschwerde jedoch ab.
Rote Karten und kontroverse Entscheidungen belasten Barcelona
In beiden Spielen beendete Barcelona die Partien in Unterzahl:
- Im Hinspiel zeigte Schiedsrichter István Kovács Verteidiger Pau Cubarsí wegen einer Notbremse die Rote Karte
- Atlético erzielte anschließend per Freistoß die 1:0-Führung
- Im Rückspiel sah Eric García nach VAR-Überprüfung ebenfalls wegen einer Notbremse Rot (79. Minute)
Raphinha kommentierte die wiederkehrenden Entscheidungen kritisch: "Ich denke, jeder kann Fehler machen, denn jeder ist nur ein Mensch. Aber wenn sich die Fehler immer wieder auf genau dieselbe Weise wiederholen, denke ich, dass wir darauf achten müssen."
Symbolische Gesten und mögliche Konsequenzen
Fernsehbilder zeigten nach dem Schlusspfiff, wie Raphinha wiederholt eine greifende Bewegung mit den Händen machte – eine Geste, die gemeinhin mit "Stehlen" assoziiert wird. Zudem wandte er sich mit weiteren Gesten in Richtung der feiernden Atlético-Fans.
Nun drohen dem Brasilianer mögliche Strafen der Uefa, da seine Äußerungen gegen Artikel elf der Disziplinarregeln verstoßen könnten. Ein Präzedenzfall existiert bereits: 2019 wurde Neymar nach harscher Kritik an Schiedsrichtern nach einem Spiel von Paris Saint-Germain für zwei Spiele gesperrt.
Atlético Madrid trifft im Halbfinale entweder auf Sporting Lissabon oder den FC Arsenal, während Barcelona die Champions League nach kontroversen Entscheidungen und emotionalen Reaktionen verlassen muss.



