Nach dem zweiten Champions-League-Triumph in Folge mit Paris Saint-Germain hat Klubpräsident Nasser Al-Khelaifi Trainer Luis Enrique in höchsten Tönen gelobt. Der Spanier sei „etwas ganz, ganz Besonderes – als Trainer, als Mensch, als Persönlichkeit“, schwärmte der Katarer. Er könne zwar die Frage nach Enriques Zukunft nicht direkt beantworten, sei aber sehr zufrieden.
Luis Enrique führte PSG am Samstagabend zu einem 4:3 im Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal. Damit verteidigten die Franzosen als erster Klub seit Real Madrid den Titel in der Königsklasse. Der 56-Jährige krönte sich damit zum dritten Mal zum Champions-League-Sieger als Trainer – nach 2015 mit Barcelona und 2024 mit PSG. Nur Zinédine Zidane, Pep Guardiola und Carlo Ancelotti gelang dies zuvor.
„Luis Enrique III. krönt sich mit PSG. Drei Champions-League-Titel bestätigen ihn als einen der größten Trainer der Geschichte und als den derzeit besten“, schrieb die spanische Sportzeitung „Mundo Deportivo“. „Marca“ ließ den PSG-Coach „in den Olymp“ aufsteigen und „Sport“ forderte „eine Statue in Paris“.
Enrique selbst wollte sich nicht in den Vordergrund rücken. „Legende? Das interessiert mich nicht“, stellte der Südeuropäer klar. Dennoch gab er zu, dass der zweite Triumph mit PSG noch schöner sei als der erste. „Es ist der beste Moment der Saison. Wir sind wieder Champions, zum zweiten Mal in Folge. Das ist unglaublich“, sagte Enrique.
Der Spanier übernahm das Pariser Starensemble im Juli 2023 und nutzte den Umbruch nach den Abgängen von Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappé für einen Neuanfang. Statt nur auf teure Stars zu setzen, konzentrierte er sich auf Teamplayer mit großem Potenzial. Ousmane Dembélé entwickelte sich unter Enrique zum Weltfußballer.
Parallel zu den Feierlichkeiten kam es in der Nacht zu heftigen Ausschreitungen in Frankreich. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass landesweit 416 Menschen festgenommen worden seien, davon 283 allein im Großraum Paris. Besonders auf den Champs-Élysées eskalierte die Lage mit Vermummten und Tränengas. Die Szenen erinnerten an die Ausschreitungen nach dem Triumph im Vorjahr mit zwei Toten und knapp 200 Verletzten.



