1. FC Nürnberg: Die rätselhafte Auswärtsschwäche und der heimstarke Zoma
Der 1. FC Nürnberg steht vor einem bekannten Problem: Während die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose im heimischen Max-Morlock-Stadion überzeugt, bleibt der Erfolg in der Fremde aus. Vor dem Gastspiel beim VfL Bochum am Freitagabend in der 2. Fußball-Bundesliga ist der Club das Schlusslicht in der Auswärtstabelle. „Wir wollen soviel wie möglich mitnehmen“, betonte Klose nach dem beeindruckenden 5:1-Heimsieg gegen den Karlsruher SC. „Wir kennen unsere Auswärtstbilanz, das wollen wir klar verbessern.“
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Bisher gelangen den Nürnbergern auswärts nur sieben Punkte – eine Bilanz, die selbst Weltmeister Klose nicht vollständig erklären kann. „Wir hätten auswärts schon ein paar Punkte mehr haben können“, räumte der Trainer ein und verwies auf fehlende Kleinigkeiten bei seiner jungen Mannschaft. Im Kontrast dazu glänzt der Club in der Heimtabelle als Vierter, was nicht zuletzt Stürmer Mohamed Ali Zoma zu verdanken ist.
Zoma: Der Heimspiel-Spezialist
Der Angreifer, der zuletzt gegen Karlsruhe gleich dreimal traf, hat alle seine acht Saisontore ausschließlich vor heimischem Publikum erzielt. „Wir wissen, dass er auswärts auch hat vieles liegen lassen. Wir wissen, dass viel in ihm steckt“, analysierte Klose als ehemaliger Weltklassestürmer. „Ich bin davon überzeugt, dass er auch auswärts in dieser Saison die eine oder andere Bude noch macht.“ Diese Zuversicht teilt der Trainer mit seinem Team, das dringend eine Trendwende auf fremdem Rasen sucht.
Bochum als nächste Herausforderung
Gegner VfL Bochum, aktuell Tabellenneunter, wird von Klose als Mannschaft mit „vielen Facetten“ eingeschätzt, die besonders bei Standards und im Umschalten stark sei. „Es kann ein sehr gutes, spannendes Spiel sein“, prognostizierte der 47-Jährige. Bochums Trainer Uwe Rösler erwartet ebenfalls ein enges Kräftemessen: „Sie haben Körperlichkeit und Tempo in der Offensive, sind als Mannschaft sehr gut im Umschaltspiel, weshalb wir eine sehr gute Restverteidigung brauchen.“ Rösler kündigte einen offensiven Ansatz an, betonte aber: „Wir haben natürlich Respekt vor ihrer Konterstärke.“
Für den 1. FC Nürnberg geht es nun darum, die Heimstärke endlich auch in Auswärtsspiele zu übertragen – und Stürmer Zoma könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen.



