Hochrisikospiel in Nürnberg: Stimmung statt Krawall dominiert
Beim als Hochrisikospiel eingestuften Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und Dynamo Dresden zeigten sich die Fans von ihrer besten Seite. Anders als befürchtet blieb die Partie am Samstag ohne größere Zwischenfälle im Stadion. Eine Woche nach der Skandalpartie zwischen Dresden und Hertha BSC, die von Prügeleien und Pyro-Attacken im Innenraum geprägt war, sorgten die Dynamo-Anhänger diesmal für lautstarke Stimmung statt für Krawall.
Friedliche Feiern der Gästefans
Die gut 9000 mitgereisten Dynamo-Fans feierten ihr Team und den 2:0-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg ausgelassen. Bis auf zwei kleinere Vorfälle bei An- und Abreise – darunter das Zünden von Pyrotechnik aus einem Kleinbus und eine Schlägerei zwischen zwei Fans – hatte die Polizei einen eher ruhigen Nachmittag. Die Beamten konnten sich daher auf die Überwachung der friedlichen Feierlichkeiten konzentrieren, was in Anbetracht der Vorgeschichte als Erfolg gewertet werden kann.
Polizei verhindert Hooligan-Schlägerei in der Nacht zuvor
In der Nacht vor dem Spiel am Samstag sah die Lage jedoch anders aus. Wie von BILD berichtet, hatten sich über 200 Hooligans von Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg in einem Gewerbegebiet in Eisfeld (Thüringen) zu einer Massenschlägerei verabredet. Die Polizei war darüber informiert und griff mit 220 Beamten ein, als die Hooligans um 1:20 Uhr mit ihren Aktionen begannen. Dresdens Polizeisprecher Marko Laske erklärte dazu: „In der weiteren Folge wurden 214 Beteiligte einer Identitätsfeststellung unterzogen. Die Staatsanwaltschaft Dresden leitete gegen die Betroffenen Ermittlungsverfahren ein.“
Diese präventive Maßnahme der Polizei trug maßgeblich dazu bei, dass das Spiel selbst ohne größere Vorkommnisse verlief. Die Fans konnten sich auf den Sport konzentrieren, während die Sicherheitskräfte im Hintergrund wachsam blieben. Insgesamt zeigt dieses Ereignis, dass bei entsprechender Vorbereitung und Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Fans und Behörden auch Hochrisikospiele friedlich ablaufen können.



