Nagelsmann gelassen zu Klopps "Noch"-Spruch – Müller verteidigt Aussage
Nagelsmann gelassen zu Klopps "Noch"-Spruch

Nagelsmann gelassen zu Klopps "Noch"-Spruch – Müller verteidigt Aussage

Im Vorfeld des WM-Eröffnungsspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao sorgte eine lockere Bemerkung von TV-Experte Jürgen Klopp für leichte Unruhe im DFB-Lager. Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte jedoch gelassen auf die entstandene Debatte.

„Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, sagte Nagelsmann in der ARD unmittelbar vor dem Turnierstart. Damit wischte er die Diskussion um seine Zukunft beiseite.

Klopps „Noch“-Spruch sorgt für Aufsehen

Ex-Weltmeister Thomas Müller und Jürgen Klopp hatten beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao ging, sagte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ – und schob ein „noch“ hinterher. Die Aussage konnte so interpretiert werden, dass Nagelsmanns Ende als Bundestrainer bereits feststünde, möglicherweise sogar mit Klopp als Nachfolger.

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Zudem hatten beide angeregt, wegen der langen Verletzungspause von Jamal Musiala auf Deniz Undav als Zehner zu setzen. Klopp relativierte diese Aussage später und betonte, dass es ihnen um leidenschaftliche Diskussionen gehe, um die Begeisterung für das Turnier zu transportieren.

Müller verteidigt die lockere Art

Thomas Müller reagierte auf die Kritik an den Aussagen und kündigte an, sich auch künftig nicht zurückhalten zu wollen. „Wir diskutieren natürlich leidenschaftlich, uns geht es darum, die Begeisterung rüberzubringen“, sagte der Ex-Nationalspieler bei Magenta TV. Er und Klopp seien „Riesenfans der Mannschaft“ und des Turniers. Man diskutiere „taktisch, inhaltlich und vor allen Dingen auch sachlich“. Allerdings sei bei ihnen „immer a bisserl Schmäh mit dabei“, sagte Müller. Dabei könne „auch immer ein bisschen was herausrutschen, was populistisch Wellen schlagen kann“. Deshalb werde man sich aber „nicht verbiegen lassen und aufpassen, was wir denn sagen“. Ziel sei es, die Mannschaft zu unterstützen und „auch gute Laune“ zu machen.

Effenberg kritisiert Klopp scharf

Scharfe Kritik an dem „Noch“-Spruch äußerte Stefan Effenberg. „Das geht nicht, er spricht vor einem Millionen-Publikum“, sagte der 57-Jährige in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. „So einen Spruch kannst du mit einem Bierchen an der Bar machen, wenn du allein bist. Aber nicht vor einem Millionen-Publikum, das ist ein absolutes No-Go.“

Klopp stand während Müllers Ausführungen daneben und sagte nichts dazu. Später, als Müller am Spielfeldrand auf ein Interview mit dem Bundestrainer wartete, scherzten er und Klopp allerdings noch einmal über den Spruch, als Müller in einem Satz das Wort „noch“ benutzte und Klopp ihn postwendend darauf aufmerksam machte.

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