Musiala antwortet auf dem Platz: Kopfballtor beendet WM-Diskussion
Beim überzeugenden 5:0-Auswärtssieg des FC Bayern München beim FC St. Pauli am Millerntor lieferte Jamal Musiala (23) die perfekte Antwort auf die zuvor geführte WM-Debatte. Der Offensivspieler, der endlich wieder in der Startelf stand, eröffnete die Torflut bereits früh mit einem sehenswerten Kopfballtreffer zum 1:0.
Die kontroverse Diskussion um Kahn's Äußerungen
Die Diskussion war durch Äußerungen von Ex-Bayern-Boss Oliver Kahn (56) ins Rollen gekommen. Auf die Frage, ob Musiala über eine WM-Absage nachdenken sollte, hatte Kahn deutlich geantwortet: „Absolut ja, natürlich. Wenn ich spüre, irgendwas stimmt nicht in meinem Spiel – vielleicht bin ich noch nicht bereit, in die Zweikämpfe zu gehen – dann muss ich an mir arbeiten, bis ich wieder bereit bin.“ Kahn betonte weiter, ein Profi müsse erst sein altes Level wieder erreichen, bevor er über Weltmeisterschaften nachdenken könne.
Eberl und Kimmich sehen positive Entwicklung
Sportvorstand Max Eberl (52) zeigte sich nach dem Spiel erleichtert über Musialas Leistung: „Es gab Meinungen von Menschen. Jeder darf seine Meinung haben. Ich habe es schon öfter gesagt, dass die Verletzung nicht so einfach aus den Knochen zu schütteln ist. Und bei Jamal geht es ein stückweit ums Gefühl. Jetzt hat er heute eben für mich eine gute Leistung gezeigt, das 1:0 erzielt.“ Eberl sieht in diesem Tor einen wichtigen Moment für Musialas Rückkehr in den gewohnten Flow.
Mittelfeldspieler Joshua Kimmich (31) beobachtet ebenfalls positive Veränderungen bei seinem Teamkollegen: „Es ist nicht einfach. Er kommt aus einer für ihn schwierigen Phase. Wenn er dann kontinuierlich bei uns im Training dabei ist und seine Spiele bekommt, dann hat er auch immer seine Scorer. Das zeigt, was er für Fähigkeiten hat.“ Kimmich merkt besonders eine Veränderung in Musialas Mindset: „Er wird positiver. Ich hoffe, dass er auch heute mit seiner Leistung zufrieden ist.“
Der lange Weg zurück nach der Knöchel-OP
Musiala hatte nach einer Knöcheloperation im letzten Sommer einen langwierigen Genesungsprozess durchlaufen müssen. Zuletzt gab es erneut eine Pause aufgrund von Schmerzreaktionen im Fuß. Vor diesem Hintergrund gewinnt sein Kopfballtor beim Auswärtssieg in Hamburg besondere Bedeutung. Viele Beobachter fragen sich nun, ob dieser Treffer tatsächlich den lang ersehnten Befreiungsschlag darstellt.
Die Hoffnung in München ist groß, dass Musiala rechtzeitig zur anstehenden Weltmeisterschaft seine beste Form erreicht. Denn eine WM ohne das Talent des 23-Jährigen wäre für die deutsche Nationalmannschaft kaum vorstellbar. Mit seiner Leistung gegen St. Pauli hat Musiala zumindest einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht und gleichzeitig die kritischen Stimmen verstummen lassen.



