Vor dem Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Kanada hat Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi seinen noch torlosen Offensivstar Brahim Díaz in Schutz genommen. „Das ist immer das Problem mit großen Spielern: Wir erwarten immer mehr von ihnen, sind sehr anspruchsvoll mit ihnen“, sagte der 49-Jährige vor der Partie am Samstag um 19.00 Uhr (ZDF und MagentaTV) in Houston.
Ouahbi verteidigt Díaz trotz Torflaute
In den bisherigen vier Spielen der Marokkaner bei diesem Turnier hat Díaz noch kein Tor erzielt. Dennoch zeigte sich Ouahbi zufrieden mit den Leistungen des 26-Jährigen von Real Madrid. Mit seinen zwei Vorlagen sei er „sehr glücklich“. Zudem lobte der Coach die Defensivarbeit des Angreifers: „Er ist einer unserer besten Spieler.“ Díaz war im vergangenen Winter Torschützenkönig des Afrika Cups.
Marokko, der WM-Vierte von 2022, beendete die Gruppenphase mit sieben Punkten aus drei Spielen und setzte sich im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen gegen die Niederlande durch. Ouahbi forderte jedoch eine Steigerung für das Duell mit Kanada: „Das Level, das wir die ersten Spiele gezeigt haben, wird nicht reichen, um dieses Spiel zu gewinnen.“
Marokko braucht mehr als Gruppenphase
Die Nordafrikaner haben sich in der Gruppenphase solide präsentiert, doch der Trainer sieht Luft nach oben. Vor allem die Offensive müsse effizienter werden. Díaz, der als Schlüsselspieler gilt, steht im Fokus. Ouahbi betonte, dass Díaz nicht „jeden einzelnen Tag der Gamechanger sein“ müsse.
Das Achtelfinale gegen Kanada wird eine echte Bewährungsprobe. Marokko will an die starke Leistung von 2022 anknüpfen, als es bis ins Halbfinale kam. Mit einem Sieg gegen Kanada wäre der Weg für eine weitere Überraschung geebnet.



