Manuel Neuer bleibt bei seiner Entscheidung: Keine Rückkehr ins Nationalteam
Deutschlands Rekordtorhüter Manuel Neuer verfolgt mit einem deutlichen Schmunzeln die immer wieder aufkommenden Spekulationen um ein mögliches DFB-Comeback im WM-Jahr 2026. Nach dem erfolgreichen Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale mit dem FC Bayern bekräftigte der bald 40-jährige Weltmeister von 2014 seinen endgültigen Rücktritt aus dem Nationalteam. Auf die direkte Frage, ob dieser Entschluss in Stein gemeißelt sei, antwortete Neuer ohne Zögern: „Ja.“
„Ich schmunzle darüber“ – Neuer reagiert auf Hainers Aussagen
Nach dem 2:0-Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig in der Münchner Fußball-Arena wurde Neuer mit einer Aussage von Bayern-Präsident Herbert Hainer konfrontiert. Dieser hatte erklärt, die Besten müssten zur WM nach Amerika fahren – und Neuer sei weiterhin der beste deutsche Torhüter. „Es sind natürlich schöne Worte. Aber gerade er kennt ja meine Entscheidung. Deshalb schmunzle ich darüber“, kommentierte der erfahrene Schlussmann die Äußerungen des Vereinspräsidenten.
Neuer unterstützt Oliver Baumann als neue Nummer eins
Deutlich positionierte sich Neuer auch zu Oliver Baumann, der in der bisherigen WM-Saison die unangefochtene Nummer eins unter Bundestrainer Julian Nagelsmann ist. Der 35-jährige Torwart der TSG Hoffenheim hat ausgezeichnete Chancen, bei der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA im Tor zu stehen – besonders nachdem der eigentlich vorgesehene Marc-André ter Stegen nach einer Oberschenkel-Operation erneut mehrere Monate ausfallen wird.
„Er ist jetzt die Nummer eins“, sagte Neuer über Baumann und fügte anerkennend hinzu: „Und er macht seinen Job sehr gut. Er zeigt sehr gute Leistungen. Und ich drücke ihm die Daumen. Ich wünsche ihm nur das Beste.“
Mitgefühl für ter Stegens erneute Verletzung
Neuer zeigte sich jedoch auch solidarisch mit Marc-André ter Stegen, der jahrelang in seinem Schatten stand und nach Neuers Rücktritt nach der Heim-EM 2024 darauf gehofft hatte, bei der WM 2026 endlich sein erstes großes Turnier als deutsche Nummer eins zu bestreiten.
„Das ist natürlich ganz hart“, sagte Neuer zu ter Stegens neuerlicher Verletzung. „Er wird wieder aufstehen. Aber es ist natürlich ganz bitter, gerade in der jetzigen Situation, wenn im Sommer die Weltmeisterschaft stattfinden wird. Da hat er diese Ziele auch im Blick gehabt. Da gilt es einfach nur, ihm die Daumen zu drücken, dass er wieder zurückkommt und zur alten Stärke findet.“
Fokus auf die Ziele mit dem FC Bayern
Im WM-Jahr konzentriert sich Manuel Neuer vollständig auf seine sportlichen Ziele mit dem FC Bayern München. „Wir haben natürlich die Sehnsucht nach Berlin“, erklärte der Kapitän mit Blick auf die erste Münchner Finalteilnahme seit dem letzten Pokalsieg 2020. Damals gewann der deutsche Rekordmeister unter Trainer Hansi Flick sogar das Triple – ein Erfolg, der in dieser Saison wieder möglich erscheint.
„Der Drang ist da, gerade mit dieser Mannschaft, die wir jetzt haben“, betonte Neuer abschließend und unterstrich damit seine vollständige Fokussierung auf die Vereinsaufgaben, während das Nationalteam ohne den erfahrenen Torhüter in die WM-Vorbereitung geht.



