Fastnachts-Frust bei Mainz 05: Zwei Stars erkrankt – Verdacht fällt auf Rosenmontagszug
Bei Mainz 05 herrscht nach den närrischen Tagen dicke Luft. Zwei wichtige Stürmer der Rheinhessen sind erkrankt und fallen für das entscheidende Freitagsspiel gegen den Hamburger SV aus. Die besondere Pointe: Beide Spieler gehörten zu den wenigen Profis, die auf dem Motivwagen des Klubs am Mainzer Rosenmontagszug teilnahmen.
Diplomatische Worte des Trainers
Trainer Urs Fischer bestätigte auf der Pressekonferenz: „Nelson Weiper und Fabio Moreno Fell sind krank, stehen nicht zur Verfügung.“ Auf die naheliegende Frage, ob sich die Spieler während der Fastnachtsfeierlichkeiten angesteckt haben könnten, äußerte sich der Schweizer Trainer äußerst diplomatisch.
„Das Wetter war wirklich nicht optimal“, räumte Fischer ein, schloss aber eine direkte Schuldzuweisung aus: „Ob es mit dem Umzug zu tun hat, kann ich nicht sagen – es kann ja auch sein, dass da vorher schon was im Anmarsch war.“ Der Trainer betonte nachdrücklich, dass alle Spieler freiwillig über ihre Teilnahme entscheiden konnten und es keine Vorgaben vom Verein gab.
Verletzungspech verschärft Personalsorgen
Die beiden Krankheitsausfälle treffen Mainz 05 zu denkbar ungünstigster Zeit. Die Verletztenliste ist ohnehin schon lang und belastet den Kader erheblich. Neben den Langzeitverletzten Anthony Caci und Benedict Hollerbach fehlt auch Torwart Robin Zentner weiterhin im Training.
Zusätzlich muss Trainer Fischer seine Abwehr umbauen, da Stefan Bell mit einer Knieverletzung ausfällt und Silvan Widmer gesperrt ist. Auch Andreas Hanche-Olsen steht wegen Muskelproblemen nicht zur Verfügung – ein kleiner Rückfall kurz vor der Rückkehr.
„Wegweisendes Spiel“ gegen den HSV
Trotz der personellen Engpässe hat Urs Fischer klare Vorstellungen für das Freitagsspiel. Er bezeichnet die Begegnung mit dem seit fünf Partien ungeschlagenen Hamburger SV als „wegweisendes Spiel“ für Mainz 05.
„Wir müssen das Spiel nicht in den ersten zehn Minuten gewinnen“, analysiert der Trainer realistisch, betont aber gleichzeitig: „Das heißt aber nicht, dass wir langsam machen können – die Zielstrebigkeit dürfen wir nicht verlieren.“ Geduld und Entschlossenheit sollen die Schlüssel zum Erfolg gegen den starken Gegner aus Norddeutschland sein.
Die Fastnachtsfeierlichkeiten in Mainz lockten am Rosenmontag etwa eine halbe Million Narren auf die Straßen. Während die Stadt noch vom närrischen Treiben zehrt, bereitet sich der Fußballklub nun auf ernste sportliche Geschäfte vor – mit personellen Sorgen, die möglicherweise ihren Ursprung in den fröhlichen Umzügen haben könnten.



