„Das sind Fußball-Chaoten“: Miroslav Klose verurteilt Dresdner Fan-Ausschreitungen
Vor einer Woche erschütterten gewalttätige Fan-Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC Berlin die Fußballwelt. Beim 0:1-Heimspiel der Dresdner kletterten gewaltbereite Zuschauer über Zäune und lieferten sich im Innenraum des Stadions brutale Auseinandersetzungen. Die Bilder der Krawalle sorgten bundesweit für Entsetzen und lösten eine intensive Debatte über Sicherheit im Fußball aus.
Klose mit klarer Positionierung zu den Vorfällen
Nürnbergs Trainer Miroslav Klose, der am Samstag mit dem 1. FC Nürnberg auf Dynamo Dresden trifft, äußerte sich deutlich zu den Vorfällen. „Das kann man ganz deutlich sagen: Das sind Fußball-Chaoten“, erklärte der 47-jährige Ex-Nationalspieler. „Wir müssen an die denken, die den Sport genauso lieben wie wir. Verrückte gibt es überall, auch im Fußball. Wir müssen zusammen schauen, dass wir die eingrenzen.“
Klose betonte dabei die Notwendigkeit, zwischen gewaltbereiten Chaoten und echten Fußballfans zu unterscheiden. Seine Worte richten sich klar gegen jene, die den Sport für Gewaltausbrüche missbrauchen, während er die Mehrheit der friedlichen Unterstützer in Schutz nimmt.
Keine spezielle Vorbereitung auf mögliche Spielunterbrechungen
Auf die Frage, ob er seine Mannschaft auf eventuelle Spielunterbrechungen aufgrund von Ausschreitungen vorbereite, antwortete der FCN-Trainer entschieden: „Ich bereite die Spieler darauf nicht vor, weil so etwas kannst du nicht planen.“ Stattdessen konzentriert sich Klose vollständig auf die sportlichen Aspekte des bevorstehenden Duells.
„Genau diese negativen Gedanken, was passieren könnte, lasse ich nicht in meinen Kopf“, erklärte der Trainer weiter. „Ich habe gesagt, was das für Chaoten sind, die nur hinkommen, um dementsprechend aufzufallen und Krawalle zu machen. Das sind nicht die Fans, die ich kenne.“
Positive Erwartungen für das Spiel in Nürnberg
Klose blickt trotz der jüngsten Vorfälle optimistisch auf das Spiel im bereits ausverkauften Max-Morlock-Stadion. „Ich gehe nur vom Positiven und einer fantastischen Stimmung aus, weil ich weiß, dass beide Fanlager richtig Stimmung machen können“, so der Nürnberger Trainer.
Sein Fokus liegt eindeutig auf dem sportlichen Ereignis: „Wenn die beiden Mannschaften fußballerisch richtig was auf die Platte bringen können, dann wird es ein fantastisches Spiel. Und nur das ist bei mir der erste Gedanke.“ Diese Haltung unterstreicht Kloses Bestreben, den Fußball als verbindendes Element in den Vordergrund zu stellen.
Die Fußballgemeinschaft hofft nun, dass das Spiel in Nürnberg tatsächlich zu einem friedlichen Fußballfest wird und negative Vorkommnisse wie in Dresden der Vergangenheit angehören. Die Aussagen von Miroslav Klose markieren dabei eine wichtige Positionierung gegen Gewalt im Stadion und für den eigentlichen Sport.



