Houston (USA) – Nach dem beeindruckenden 7:1-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao bei der Weltmeisterschaft 2026 kam es zu einem bemerkenswerten Moment im Fernsehstudio. Während Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) die Partie analysierte, nutzte Experte Jürgen Klopp (58) die Gelegenheit für eine öffentliche Entschuldigung.
Der Auslöser: Die „Noch“-Aussage
Bereits vor dem WM-Eröffnungsspiel am Donnerstag hatte Klopp in einer scherzhaften Bemerkung gesagt: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch.“ Diese Aussage verbreitete sich rasant in den sozialen Medien und sorgte für reichlich Diskussionen. Viele interpretierten sie als mögliche Kritik an Nagelsmann oder als Hinweis auf eine bevorstehende Trainerentlassung.
Klopps Reue und Selbstironie
Nach dem Spiel gegen Curaçao kam Klopp im Interview auf die Aussage zurück. Er erklärte: „Ich muss noch eine Sache … Die Zeit müssen wir noch haben. Wir sind auch informell Teil des Teams, wir sind absolut auf eurer Seite.“ Dann wurde der ehemalige Liverpool-Coach deutlich: „Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: ‚Noch‘. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber da war es schon zu spät und ich war im Fernsehen. Ist so flapsig rausgerutscht und hat gar keine Relevanz.“
Klopp nahm sich dabei selbst auf die Schippe: „Was ich festgestellt habe, ist: Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich.“ Anschließend machte er seine Haltung unmissverständlich klar: „Wir sind komplett auf eurer Seite, was auch immer ihr damit macht. Nichts davon kommt, was den Ablauf hier stören soll.“
Versöhnlicher Abschluss
Nach dem Interview war Nagelsmann sichtlich erleichtert. Er lachte und klatschte mit Klopp, Thomas Müller und Moderator Johannes B. Kerner ab. Der versöhnliche Moment zeigte, dass die beiden Fußballgrößen trotz der kleinen Kontroverse im besten Einvernehmen stehen.
Die deutsche Mannschaft hatte zuvor mit einem souveränen 7:1-Sieg gegen Curaçao einen perfekten Start in die WM hingelegt. Die Tore erzielten unter anderem Kai Havertz, Jamal Musiala und Niclas Füllkrug. Nagelsmann zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seines Teams, betonte aber auch, dass noch Steigerungspotenzial bestehe.
Klopp, der als Experte für MagentaTV bei der WM im Einsatz ist, wird auch in den kommenden Spielen die deutsche Nationalmannschaft begleiten. Seine Entschuldigung sorgte für positive Resonanz bei Fans und Medien, die die Selbstironie des Trainers lobten.



