Elegante Antwort auf Bayern-Patron: Klopp widerspricht Hoeneß bei Olympia-Besuch
Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo hat Jürgen Klopp auf die kritischen Äußerungen von Uli Hoeneß zu seiner neuen Rolle bei Red Bull reagiert. Der ehemalige Liverpool-Trainer zeigte sich dabei respektvoll, aber mit einer deutlich anderen Perspektive.
Respektvolle Differenzen in der Einschätzung
An der Bobbahn in Cortina sagte der 58-jährige Klopp zu BILD: „Ich respektiere Uli Hoeneß ja schon immer aufs Allerhöchste, seine Meinung erst recht. Aber seine Meinung muss ja nicht immer deckungsgleich mit meiner sein. Und in dem Fall sehe ich es ein bisschen anders …“ Diese Worte stellen eine elegante Antwort auf die zuvor geäußerte Kritik des langjährigen Bayern-Machers dar.
Hoeneß' fundamentale Bedenken zur Red-Bull-Position
Uli Hoeneß hatte im großen BILD-Interview vor allem Klopps neue Position als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull kritisch bewertet. Der 74-jährige Bayern-Patron äußerte grundsätzliche Bedenken: „Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt. Jürgen Klopp muss auf dem Fußballplatz stehen, das ist keiner, der für Vorträge durch die Welt fliegt.“
Hoeneß betonte weiter: „Seine größte Stärke ist das Zwischenmenschliche, wie er die Spieler pushen kann. Aber wie willst du in Leipzig etwas pushen, wenn du schon wieder in Salzburg bist und dann nach Brasilien fliegst?“ Für den erfahrenen Fußballfunktionär steht fest, dass Klopps Platz an der Seitenlinie ist – nicht im globalen Management.
Zustimmung zur Bundestrainer-Perspektive
Eine andere These fand bei Hoeneß jedoch mehr Zustimmung. Zur Frage, ob Klopp irgendwann Bundestrainer werden könnte, sagte der Bayern-Patron: „Das kann ich mir gut vorstellen. Ich schätze ihn sehr, sehe ihn aber nur als Trainer und nichts anderes.“ Diese Aussage unterstreicht die hohe Wertschätzung, die Hoeneß trotz aller Differenzen für Klopps trainerische Fähigkeiten hegt.
Klopps aktuelle Olympia-Aufenthalte
Aktuell nutzt Jürgen Klopp einige freie Tage und besucht als Olympiatourist gemeinsam mit seinem Sohn Marc (37) die Winterspiele. Seine Aktivitäten umfassen:
- Besuch der Männer-Staffel im Biathlon in Antholz
- Läuten der Schlussglocke vor der letzten Runde
- Beobachtung der drei deutschen Medaillen im Zweierbob-Finale in Cortina
- Feiern mit Boris Becker im Deutschen Haus
- Besuch der österreichischen Skisprung-Olympiasieger Stephan Embacher (20) und Jan Hörl (27) im Austria-Haus
Seit Januar 2025 arbeitet Klopp für Red Bull, nachdem er zuvor von 2015 bis 2024 den FC Liverpool trainiert hatte. Die Diskussion über seine berufliche Zukunft und die passende Rolle für seine Fähigkeiten bleibt damit weiterhin ein zentrales Thema im Fußball.



