Karneval mit Handbremse: Kölns Trainer Kwasniok als Mönch auf FC-Sitzung
Kölns Trainer als Mönch auf Karnevalsfeier

Karneval mit klaren Regeln beim 1. FC Köln

Zwei Tage nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig konnte der 1. FC Köln die Frustration für einen Abend vergessen lassen. Auf der klubeigenen Karnevalssitzung im Maritim-Hotel feierte die Mannschaft den Bundesliga-Rückschlag weg – allerdings mit deutlich angezogener Handbremse.

Trainer Kwasniok als mönchischer Party-Bremser

Trainer Lukas Kwasniok (44) erschien demonstrativ als Mönch zur FC-Sause und setzte klare Grenzen. „Man kennt mich für meinen abstinenten Lebensstil. Deshalb dachte ich, dass das gut passt“, scherzte der Coach zunächst, bevor er ernster wurde: „Scherz beiseite. Ich hatte drei Kostüme zur Auswahl und dachte, schwarz macht mich schlanker.“ Seine klare Ansage an die Mannschaft: „Um 23 Uhr ist Schluss!“

Diese frühe Ausgangssperre hatte einen ernsten Hintergrund. Bereits am Donnerstag sollten die Profis zum wichtigen Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart reisen, um dem Karnevalstrubel zu entgehen. Sportchef Thomas Kessler (40) hatte zuvor deutlich gemacht, dass der Fußball in dieser Phase Vorrang vor dem Feiern haben müsse.

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Prominente Gäste und kreative Kostüme

Trotz der Einschränkungen genossen die Spieler und prominenten Gäste den Abend in vollen Zügen. Unter den Teilnehmern befanden sich:

  • Oliver Pocher (47) als Dschungelkönig Gil Ofarim
  • Andreas Rettig (62) in der Rolle von Sherlock Holmes
  • Ragnar Ache (27) mit Freundin Reva als Animé-Charaktere
  • Luca Waldschmidt (28) und Ehefrau Gianna als Bienen Willi und Maja
  • Said El Mala (19) und Tom Krauß (24) als Videospiel-Figuren Luigi und Mario

Die kreativen Kostümierungen zeigten, dass trotz der sportlichen Rückschläge der Teamgeist intakt blieb. Tom Krauß erklärte zur Mario-und-Luigi-Idee: „Das hatten wir uns zusammen ausgedacht und umgesetzt.“ Said El Mala, der sich selbst nicht als Karnevalsfan bezeichnet, betonte: „Eigentlich bin ich nicht so der Karnevalist. Ich muss mich erst dran gewöhnen. Aber es gibt ja Regeln und an die halten wir uns.“

Vorstand in Vereinsfarben und fokussierter Blick nach vorn

Der Vorstand um den neuen Präsidenten Jörn Stobbe (60) erschien in eigens angefertigten rot-weißen Jacken mit FC-Logo und demonstrierte so Einheit und Verbundenheit. Die Spieler hatten sich ebenfalls mächtig ins Zeug gelegt – von Karate-Kid (Sebulonsen) über Superhelden (Joel Schmied) bis hin zu Rocker-Outfits (Ron-Robert Zieler).

Doch nach dem Schunkeln stand ab Mittwoch wieder der Fußball im Mittelpunkt. Das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Samstag (18.30 Uhr) bestimmte den Rhythmus, und Trainer Kwasniok sorgte mit seiner mönchischen Strenge dafür, dass die Feier nicht aus dem Ruder lief. Eine gelungene Balance zwischen Karnevalsfreude und sportlicher Professionalität, die dem Verein in schwierigen Zeiten gut zu stehen scheint.

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