Kimmich als Kapitän: WM-Erfolg wichtiger als bester Kader - Teamgeist zählt
Kimmich: WM-Erfolg wichtiger als bester Kader

Kimmich als Kapitän: WM-Erfolg wichtiger als bester Kader - Teamgeist zählt

Joshua Kimmich geht als neuer DFB-Kapitän mit klaren Worten voran. Beim Start ins WM-Jahr 2026 in Herzogenaurach macht der 31-jährige Bayern-Profi deutlich, dass für ihn nicht der nominell beste Kader, sondern die tatsächliche Teamleistung auf dem Platz entscheidend ist. Nach zwei enttäuschenden Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 ist der Mittelfeldspieler hochmotiviert, im dritten Anlauf endlich Erfolg zu haben.

Verbale Führung und klare Ansagen

Kimmich betonte auf dem Pressepodium nach dem Training: „Man erwartet, dass sich jeder dem Großen und Ganzen mit 100 Prozent hingibt.“ Der Kapitän, der in die verantwortungsvolle Rolle hineinwächst, erinnerte dabei an die bittere Vergangenheit: „Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen. Wir alle erinnern uns an 2018: Da hatten wir den besten Kader der Welt - und wir wissen alle, wohin es uns geführt hat.“

Damals scheiterte das DFB-Team mit zahlreichen Weltmeistern von 2014 bereits in der Vorrunde - ein Debakel, das sich 2022 in Katar wiederholte. Kimmich, der beide Turniere miterlebte, kommentierte die Einschätzung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, Deutschland habe „einen sehr, sehr guten Kader“ aber „nicht den besten Kader der Welt“, mit deutlichen Worten: „Das ist eigentlich völlig egal. Am Ende zählt das, was wir auf dem Platz bringen.“

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Teamgeist als Erfolgsgrundlage

Für den Erfolg bei der XXL-Weltmeisterschaft im Sommer sei entscheidend, „am Ende das beste Team der Welt zu haben“. Diesem Ziel müsse sich „jeder unterordnen“, forderte Kimmich. Als Maßstab und Vorbild nannte er das 6:0 gegen die Slowakei zum Abschluss der WM-Qualifikation: „So stellen wir uns das vor, mit derselben Art und Weise. Wie wir da füreinander gespielt haben, das muss die Basis für jedes Spiel sein.“

Obwohl Deutschland nach Kimmichs Einschätzung „nicht zu den Topfavoriten“ zählt, ist der Kapitän hochmotiviert: „Die Bilanz ist nicht gut. Natürlich möchte ich persönlich - möchten wir - ein sehr gutes Turnier spielen.“ Vor dem Turnier im Sommer stehen zunächst zwei wichtige Testspiele an: Am Freitag in Basel gegen die Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana.

Personalsituation und Trainingsauftakt

Beim ersten Training in Herzogenaurach herrschte bei sonnigem Fränkischen Wetter gute Stimmung. Sportdirektor Rudi Völler, Bundestrainer Julian Nagelsmann und Assistenzcoach Benjamin Glück verfolgten das Geschehen. Allerdings gab es auch einige Ausfälle und Einschränkungen:

  • Jamie Leweling reiste nach eingehenden Untersuchungen wegen Wadenproblemen ab
  • Nathaniel Brown trainierte wegen einer Prellung nicht mit
  • Antonio Rüdiger und Kai Havertz wurden belastungsgesteuert eingesetzt
  • Bayern-Youngster Lennart Karl war erstmals im Kreis der Nationalmannschaft dabei

Trotz der Bedeutung der anstehenden Champions-League-Duelle für die Bayern-Spieler betonte Kimmich, dass jedem Nationalspieler „die Bedeutung bewusst ist, die diese Länderspiele jetzt haben“. Es gehe aktuell auch darum, „eine gewisse Achse einzuspielen“.

Auf die Frage, ob er nach den Ausfällen von Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha temporär wieder ins Mittelfeld wechseln könnte, antwortete Kimmich knapp: „Nein!“ Der Kapitän bleibt damit vorerst auf seiner Position - und geht sowohl auf dem Platz als auch verbal voran.

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