DFB-Kapitän Kimmich: WM-Einstellung entscheidender als Spielerqualität
Kimmich: WM-Einstellung wichtiger als Qualität

DFB-Kapitän Kimmich: WM-Einstellung entscheidender als Spielerqualität

Joshua Kimmich, der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat vor den anstehenden Länderspielen klare Erwartungen an seine Teamkollegen formuliert. Der 31-jährige Mittelfeldspieler betont, dass für den Erfolg bei der Weltmeisterschaft im Sommer 2026 nicht die individuelle Qualität des Kaders, sondern die gemeinsame Einstellung und der totale Fokus entscheidend sein werden.

Warnende Beispiele aus der Vergangenheit

Kimmich verwies dabei auf die enttäuschenden Turniererfahrungen der letzten Jahre. „2018 hatten wir vielleicht den besten Kader der Welt und wir wissen, wohin es uns geführt hat“, sagte der Bayern-Profi in Herzogenaurach. Ähnlich verlief die WM 2022 in Katar, wo Deutschland ebenfalls bereits in der Gruppenphase scheiterte. Aus diesen Erfahrungen zieht Kimmich eine klare Lehre: „Dementsprechend ist es nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben, sondern am Ende das beste Team der Welt zu haben.“

Forderung nach hundertprozentigem Einsatz

Der 106-fache Nationalspieler forderte von allen Spielern uneingeschränkte Hingabe für das gemeinsame Ziel. „Klar erwartet man, dass sich jeder dem großen Ganzen mit hundert Prozent hingibt und alles reinwirft“, betonte Kimmich. Diese Einstellung müsse sich bereits in den bevorstehenden Testspielen gegen die Schweiz und Ghana zeigen, wo es darum gehe, wichtige Automatismen und ein gutes Turniergefühl aufzubauen.

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Realistische Einschätzung der Ausgangslage

Für die WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sieht Kimmich die deutsche Mannschaft derzeit nicht in der Favoritenrolle. „Es ist so, dass wir nicht zu den Topfavoriten zählen“, räumte der DFB-Kapitän ein. Diese Einschätzung begründete er mit den vergangenen Leistungen: „Dafür haben wir 2018 und 2022 nicht abgeliefert.“

Ziel: Positive Herangehensweise etablieren

Noch wichtiger als Siege in den Testspielen sei für Kimmich die Entwicklung einer konsistenten positiven Herangehensweise. Als positives Beispiel nannte er das 6:0 gegen die Slowakei zum Abschluss der WM-Qualifikation. „Ziel ist es, zwei positive Ergebnisse zu erzielen“, sagte Kimmich zu den anstehenden Spielen, „noch wichtiger ist aber, zweimal die gleiche positive Herangehensweise zu zeigen.“

Der Kapitän betonte abschließend, dass sich jeder Spieler dem gemeinsamen Ziel unterordnen müsse. Nur durch echte Teamarbeit und nicht durch eine Favoritenrolle könne die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2026 erfolgreich sein.

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