Kenny Omega verliert spektakuläres Match bei AEW Dynasty
Der Wrestling-Gigant Kenny Omega hat bei der Großveranstaltung AEW Dynasty in der Nacht zum Montag eine herbe Niederlage einstecken müssen. In einem fast 40-minütigen Hauptkampf in der Rogers Arena in Vancouver unterlag der 42-jährige Kanadier dem amtierenden AEW World Champion MJF. Trotz der intensiven Spekulationen im Vorfeld, dass es sich um Omegas letztes großes Titelmatch handeln könnte, sendete der Verlauf des Matches ein eindeutiges Signal in die entgegengesetzte Richtung.
Gesundheitliche Probleme und große Rückkehr
Hintergrund der Spekulationen um Kenny Omegas Zukunft sind seine gesundheitlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre. Nach seiner anstrengenden Zeit als AEW World Champion 2020/21 musste sich der „God of Professional Wrestling“ mehreren Operationen unterziehen, um seine angeschlagene Verfassung zu verbessern. Ende 2023 erlitt Omega dann eine gefährliche Darmentzündung mit lebensbedrohlichen Ausmaßen, weil er die Symptome falsch einschätzte und dennoch weiterkämpfte.
Nach über einem Jahr Pause kehrte Omega im vergangenen Jahr in den Ring zurück. Das Match gegen MJF bei AEW Dynasty wurde als Prüfstein aufgebaut, ob der erfahrene Wrestler noch das Niveau seiner glorreichen Tage erreichen kann oder ob der zwölf Jahre jüngere Champion ihn endgültig überholt hat.
Unfairer Sieg für MJF deutet auf Fortsetzung hin
Der Verlauf des Matches und besonders dessen Ende lassen jedoch keinen Zweifel daran, dass Kenny Omega noch lange nicht am Ende seiner Karriere angekommen ist. Omega duellierte sich während der gesamten Ringschlacht auf Augenhöhe mit MJF, und die Promotion stellte den amtierenden Champion im Ergebnis sogar als unterlegen dar.
Nur mit großem Glück überstand MJF Omegas berüchtigten Finisher „One-Winged Angel“, und der Ringrichter war zu diesem Zeitpunkt bewusstlos. Letztlich konnte MJF seinen Sieg nur durch den unfairen Einsatz seines „Dynamite Diamond Rings“ auf Omegas vorgeschädigte Bauchregion erringen. Diese Art des Sieges untergräbt bewusst den Anspruch eines klaren Triumphs über einen annähernd vollständig genesenen Omega.
Zukunftsperspektiven für Omega und die AEW-Titel
Obwohl MJF damit zum zweiten Mal nach Ende 2023 ein World-Title-Match gegen Omega gewann, bleibt die Tür für eine Rückkehr des kanadischen Superstars in die Titelbilder weit geöffnet. Die Inszenierung des Matches legt nahe, dass Omega früher oder später erneut nach der höchsten Auszeichnung der Promotion greifen wird.
Vorerst konzentriert sich AEW jedoch auf andere Herausforderer. Bereits für die TV-Show Dynamite am Mittwoch steht für MJF ein Titelduell gegen seinen ewigen Rivalen Darby Allin an, der sich bei Dynasty durch einen Sieg über Ex-WWE-Star Andrade El Idolo als Top-Herausforderer etablierte.
Weitere Titelwechsel und Ergebnisse bei AEW Dynasty
Bei der Veranstaltung wechselten zwei weitere AEW-Titel den Besitzer. Der aufstrebende Shootingstar Kevin Knight sicherte sich in einem Gauntlet Match den vakanten TNT Title, den der bisherige Besitzer Kyle Fletcher aufgrund einer Verletzung abgeben musste.
Jubeln durfte auch der von einer monatelangen Verletzungspause zurückgekehrte Kyle O’Reilly. Zusammen mit seinem WWE-Weggefährten Roderick Strong und Orange Cassidy eroberte er die Trios Titles von den Dogs, die die Gürtel erst tags zuvor gewonnen hatten.
Die anderen wichtigen AEW-Titel blieben bei ihren Besitzern: Damenchampion Thekla aus Österreich wehrte die Herausforderung von Jamie Hayter erfolgreich ab, und die Tag-Team-Champions FTR behielten ihre Titel gegen das Legendenduo Adam Copeland und Christian Cage.
Etwas überraschend verlor auch Legendenkollege Chris Jericho sein Comeback-Match gegen Ricochet, der dabei allerdings erhebliche unfaire Hilfe seiner Gruppierung The Demand in Anspruch nahm.



