Gut eine Woche ist es her, dass Lok Leipzig im Schockzustand war. Nach dem verpassten Aufstieg in die 3. Liga hatte Trainer Jochen Seitz (49) nach zwei Jahren hingeschmissen, obwohl er erst wenige Wochen zuvor bis 2028 verlängert hatte.
Gründe für den Rücktritt
Bislang konnte über die Ursachen nur spekuliert werden, da Seitz mit seiner Familie zunächst in den Urlaub nach Tansania abtauchte. Nun meldet sich der Erfolgstrainer, der den FC Lok zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg geführt hatte, erstmals zu Wort. In einem emotionalen Video gesteht er: „Nach zwei Meisterschaften ohne Belohnung hatte ich leider keine Energie mehr, den dritten Anlauf zu nehmen.“
Das emotionale Video
Die Aufzeichnung ist knapp fünf Minuten lang. „Es tut immer noch weh, nicht aufgestiegen zu sein“, beginnt er seine Erklärung. „Die Entscheidung, euch zu verlassen, ist die bisher schwerste in meiner Trainerkarriere.“ Er blickt auf die zwei erfolgreichen Jahre zurück und sagt weiter: „Tja, und dann kam wieder das beschissene Relegationsspiel. Das Endergebnis kennt ihr. Auch da waren wir alle wieder sehr niedergeschlagen. Und ganz ehrlich, man findet auch keine Worte mehr dafür.“
Dank an Wegbegleiter
Es folgen Dankesworte an Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth: „Wir sind mittlerweile richtig gute Freunde.“ Ein Dank geht unter anderem auch an alle Ehrenamtler und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle, allen voran Geschäftsführer Martin Mieth: „Er lebt für den Verein wie kein anderer.“ Sein Dank an seinen Staff: „Was wir die letzten zwei Jahre abgeliefert haben, war allergrößte Kunst. Wir haben das wirklich herausragend gemacht.“ Zu seiner Mannschaft: „Der Zusammenhalt war großartig und wir waren wie eine große Familie.“
Besondere Worte an die Fans
Dann richtet er sich noch einmal ausdrücklich an die Fans: „Wie ihr euch die letzten zwei Jahre weiterentwickelt habt, war sensationell. Als wir angefangen haben, war die Kurve noch lange nicht so voll wie jetzt. Ihr habt uns immer unterstützt und habt einen großen Anteil daran, dass wir so erfolgreich waren.“ Zum Schluss sagt er: „Vielen Dank für die letzten zwei Jahre, die sehr intensiv waren. Es hat wirklich Spaß gemacht, bei euch im Verein tätig gewesen zu sein. Es war mir wirklich eine riesengroße Ehre. Jetzt kommt leider das Ende. Ich drücke euch weiterhin die Daumen, ich werde es weiterhin mitverfolgen und ich hoffe, wenn es die Zeit zulässt, dass ich das ein oder andere Mal wieder im Bruno-Plache-Stadion auftauchen werde. Macht es gut, bleibt gesund, bleibt so, wie ihr seid. Bis bald, euer Jochen!“



