TSG Hoffenheim verpasst Sieg in Augsburg: Champions-League-Träume schwinden
Die TSG Hoffenheim hat im engen Rennen um die lukrativen Plätze in der Champions League einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Christian Ilzer bewies zwar Moral, kam beim FC Augsburg aber nicht über ein 2:2 (2:2) hinaus und befindet sich weiter in einer schwierigen Phase. Die TSG, der in den vergangenen sieben Spielen nur ein einziger Sieg gelang, verpasste damit auch die Chance, punktemäßig vorübergehend an RB Leipzig und dem VfB Stuttgart vorbeizuziehen. Der Rückstand auf die begehrten Top vier könnte am Wochenende sogar auf fünf Punkte anwachsen.
Früher Rückstand und kämpferische Reaktion
Alexis Claude-Maurice brachte den FC Augsburg bereits in der 11. Minute in Führung. Michael Gregoritsch legte nur zwei Minuten später nach und verschärfte die Situation für die Gäste. Bei beiden Gegentreffern wirkte die TSG-Abwehr unorganisiert und überfordert. Hoffenheim wehrte sich jedoch tapfer: Robin Hranac (35.) traf zum wichtigen Anschluss, Bazoumana Touré (42.) gelang unter gütiger Mithilfe von FCA-Torwart Finn Dahmen der verdiente Ausgleich.
Der FC Augsburg blieb auch im fünften Spiel in Folge sieglos, weil Claude-Maurice einen Foulelfmeter in der 85. Minute über das Tor schoss. Dennoch hat der Verein einen komfortablen Acht-Punkte-Vorsprung zum gefährlichen Relegationsplatz. Die TSG steht dagegen am nächsten Spieltag gegen Borussia Dortmund unter immensem Druck, soll der Traum von der Königsklasse doch noch Realität werden.
Personelle Veränderungen und taktische Anpassungen
Beim FC Augsburg vertrat Kapitän Jeffrey Gouweleeuw in der Abwehrzentrale den gelbgesperrten Keven Schlotterbeck. Für den 34-Jährigen war es nach einer Innenbandverletzung am Knie der erste Einsatz seit fünf Monaten. Auf Seiten der TSG nahm Trainer Christian Ilzer nach zuletzt zwei Niederlagen drei Wechsel in seiner Startelf vor, um frischen Wind in die Mannschaft zu bringen.
Die jüngsten Enttäuschungen hätten „natürlich etwas im Kopf bewirkt“, hatte der TSG-Trainer vor dem Spiel eingeräumt: „Aber das gilt es jetzt für uns gut aufzufangen.“ Von einer guten Verarbeitung war zunächst jedoch nichts zu sehen – im Gegenteil. Die schläfrigen Hoffenheimer ließen den FCA gewähren, der die Möglichkeiten dankend annahm. Nationaltorwart Oliver Baumann war bei beiden frühen Treffern chancenlos.
Spielverlauf und verpasste Chancen
Erst nach dem 0:2-Rückstand wachte die TSG endlich auf. Der FC Augsburg verlegte sich früh auf Konter und überließ den Gästen die Initiative. Anton Kade verpasste es bei zwei guten Gelegenheiten, schon früh alles klar zu machen. Diese Nachlässigkeit sollte sich rächen, als Hranac nach einer Ecke freistehend per Kopf traf. Diesmal waren die Augsburger nicht bei der Sache und zeigten defensive Schwächen.
Auch Torwart Finn Dahmen machte keine gute Figur, als er einen Schuss von Touré aus spitzem Winkel passieren ließ. Im Gegenzug hätte Michael Gregoritsch die Partie bei einem Lattentreffer fast wieder gedreht und den Sieg für den FCA sichergestellt.
Unmittelbar nach der Pause war es Tim Lemperle, der beinahe für die TSG getroffen hätte. In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte und physische Partie, die zunehmend hektischer wurde. Der Spielfluss litt dadurch deutlich, dennoch gab es weiterhin Chancen auf beiden Seiten. Der eingewechselte Bernardo verursachte durch ein Foul an Kade den späten Strafstoß, den Claude-Maurice jedoch vergeblich verwandelte.
Die TSG Hoffenheim muss nun die Niederlagenserie schnell beenden, um im Kampf um die internationalen Plätze nicht den Anschluss zu verlieren. Der Druck vor dem wichtigen Spiel gegen Borussia Dortmund wächst mit jedem verlorenen Punkt.



