Aller guten Dinge sind drei! Marie-Louise Eta (34) hat im dritten Spiel als Cheftrainerin von Union Berlin ihren ersten Punkt geholt – ein historischer Moment. Beim 2:2 gegen den 1. FC Köln gelang der ersten Trainerin der Bundesliga-Geschichte das erste Remis. In den beiden vorherigen Partien gab es zwei Niederlagen, doch nun durfte Eta trotz eines 0:2-Rückstands ihren Premieren-Punkt feiern.
Spielverlauf und Wendepunkte
Die Partie begann kurios: In der Anfangsphase platzte der Ball seitlich auf und hatte eine riesige Blase, sodass mit einem neuen Ball weitergespielt werden musste. Und mit diesem legten die Kölner richtig los. Ausgerechnet der Ex-Unioner Bülter traf in der 33. Minute zur Führung – er spielte zwischen 2019 und 2021 in Berlin. In der 61. Minute erhöhte El Mala auf 2:0 für den FC. Das Supertalent zeigte sein Können und knallte den Ball mit links in den Kasten – es war sein zweites Tor mit dem linken Fuß.
Etas Aufholjagd
Doch Eta trieb ihre Mannschaft an und wollte die Niederlage nicht hinnehmen. Nach einer Ecke für Union stieg Rothe zum Kopfball hoch und traf perfekt. Der Ball sprang auf dem Rasen auf, gegen die Pfosteninnenseite und zappelte im Netz – der Anschlusstreffer in der 73. Minute. In der 89. Minute erlöste der eingewechselte Livan Burcu (21., ab 58. für Schäfer) seine Trainerin. Er zog zwei Gegenspieler auf sich und jagte den Ball wuchtig zum 2:2 ins kurze Eck – sein erstes Bundesliga-Tor.
Stimmen und Ausblick
Eta sagte nach dem Spiel bei DAZN: „Nach dem Spielverlauf sind wir happy mit dem Punkt. Es war verdient. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht aufgibt. Heute ist es schön, dass sie sich mit dem 2:2 belohnt haben.“ Schon am Sonntag könnten Eta und Union auf dem Sofa den Klassenerhalt feiern, wenn St. Pauli gegen Mainz verliert und Wolfsburg in Freiburg nicht gewinnt.
Der historisch erste Punkt einer Trainerin in der Bundesliga ist ein Meilenstein für den Frauenfußball und ein Zeichen für die Entwicklung der Geschlechtergleichstellung im Profisport.



