HFC-Sportchef Meyer attackiert bayerische Regionalliga-Reformpläne scharf
Der Bayerische Fußball-Verband hat mit einem überraschenden Vorstoß die bisherigen Verhandlungen zur Reform der vierten Ligen im deutschen Fußball grundlegend infrage gestellt. Nach der letzten Sitzung der DFB-Arbeitsgruppe Ende März schienen sich die Diskussionen auf zwei Lösungsansätze zuzuspitzen: das sogenannte Kompass-Modell und das Regionen-Modell. Beide Varianten zielen darauf ab, allen Meistern der Regionalligen den direkten Aufstieg in die dritte Liga zu garantieren und die Anzahl der Ligen von derzeit fünf auf vier zu reduzieren.
Bayerischer Verband präsentiert dritte Variante
Nun hat der Bayerische Fußball-Verband jedoch eine weitere, bisher nicht diskutierte Variante präsentiert, die den gesamten Reformprozess durcheinanderwirbelt. Dieser Schritt wird von vielen Beteiligten, insbesondere aus den östlichen Regionen, mit großer Skepsis betrachtet. Der Hallesche FC und andere Klubs des Ostens hatten sich zuvor klar für das Kompass-Modell ausgesprochen, da es aus ihrer Sicht eine faire und ausgewogene Lösung darstellt.
HFC-Sportchef Meyer übt scharfe Kritik an dem bayerischen Vorstoß und bezeichnet ihn als kontraproduktiv für den bereits fortgeschrittenen Reformprozess. „Diese plötzliche Intervention gefährdet die Einigkeit und den Zeitplan der gesamten Reformbemühungen“, so Meyer in einer ersten Stellungnahme. Er betont, dass das Kompass-Modell nicht nur die Interessen der östlichen Vereine besser berücksichtige, sondern auch langfristig für mehr Stabilität in den unteren Ligen sorgen würde.
Ziel: Garantierter Aufstieg für alle Meister
Das zentrale Anliegen der Reform bleibt unverändert: Allen Meistern der Regionalligen soll der direkte Aufstieg in die dritte Liga ermöglicht werden. Dieses Ziel wird von allen Beteiligten unterstützt, doch die Wege dorthin sind umstritten. Während das Kompass-Modell eine geografische Neuordnung vorsieht, die die Wettbewerbsfähigkeit aller Regionen stärken soll, setzt das Regionen-Modell auf eine traditionellere Aufteilung. Die bayerische Variante wirft nun neue Fragen auf und könnte zu weiteren Verzögerungen führen.
Die Diskussionen werden voraussichtlich in den kommenden Wochen intensiv weitergeführt, da der DFB und die regionalen Verbände eine einvernehmliche Lösung finden müssen. Die Klubs, darunter der Hallesche FC, drängen auf eine schnelle Entscheidung, um Planungssicherheit für die nächsten Spielzeiten zu gewährleisten.



