Hertha BSC schreibt Negativgeschichte mit 800. Gegentor in Paderborn
Hertha BSC: 800. Gegentor und historische Pleite in Paderborn

Historischer Tiefschlag für Hertha BSC in Paderborn

Hertha BSC hat in der 2. Bundesliga ein verheerendes Debakel erlebt und dabei Klub-Negativgeschichte geschrieben. Beim 2:5 gegen den SC Paderborn kassierten die Berliner ihr 800. Gegentor in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Diese Niederlage markiert zudem die höchste Pleite unter dem aktuellen Trainer Stefan Leitl.

Totalausfall mit alarmierenden Statistiken

Fünf Gegentreffer musste Hertha zuletzt im September 2023 beim wilden 4:6 in Magdeburg hinnehmen. Am 23. Spieltag in Paderborn wiederholte sich das Drama mit einem Totalausfall. Die Ostwestfalen dominierten die erste Halbzeit mit Einbahnstraßenfußball und legten die Basis für einen hochverdienten Heimsieg. Hertha wirkte komplett überfordert, kam kaum in Zweikämpfe, und die Dreierkette war praktisch nicht existent. Das deutliche Torschussverhältnis von 18:7 für die Gastgeber sprach Bände.

Nach der Pause gestaltete Berlin die Partie zwar offener, doch die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu groß. Besonders alarmierend sind die Laufwerte: Bereits gegen Hannover lief Hertha sechs Kilometer weniger als der Gegner, in Paderborn betrug der Unterschied rund fünf Kilometer. Die Berliner liefen insgesamt 117,12 Kilometer, während die Ostwestfalen auf 122,1 Kilometer kamen. In direkten Duellen mit Aufstiegskonkurrenten ist dies ein schwer vermittelbares Signal.

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Tabelle verschärft die dramatische Lage

Die aktuelle Tabellensituation verschärft die Lage für Hertha BSC dramatisch. Zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsrang drei – bei nur noch elf Spieltagen vor Saisonende. Ein solcher Rückstand wurde zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie von einem späteren Aufsteiger aufgeholt. Hertha gewann nur eines der letzten neun Spiele, während der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 bei elf Punkten liegt.

Leitls Bilanz bietet keine Aufstiegshoffnung

Auch die Bilanz von Trainer Stefan Leitl liefert keine Argumente für einen möglichen Aufstieg. Am 17. Februar 2025 übernahm er die Cheftrainer-Rolle als Nachfolger von Cristian Fiél bei Hertha BSC. In bislang 34 Pflichtspielen unter seiner Regie holte der Verein 53 Punkte – ein Schnitt von etwa 1,6 Zählern pro Partie. Diese Quote reicht für einen soliden Mittelfeldplatz, aber nicht für den großen Wurf Richtung Bundesliga. Für ein Team mit Aufstiegsanspruch ist diese Leistung eindeutig zu wenig.

Die nüchternen Zahlen lassen keinen Spielraum für Träumereien. Der Aufstieg scheint gelaufen, die Realität heißt Tabellen-Mittelfeld. Jetzt geht es für Hertha BSC nur noch um Schadensbegrenzung und die Vorbereitung auf die nächste Saison.

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