DFB-Kapitänin Giulia Gwinn erleidet Schulterverletzung bei klarem Sieg
Die deutschen Fußball-Frauen haben in der WM-Qualifikation einen weiteren überzeugenden Erfolg gefeiert, doch der 5:1-Sieg gegen Österreich im Nürnberger Max-Morlock-Stadion wurde von einem besorgniserregenden Vorfall überschattet. Ausgerechnet Kapitänin Giulia Gwinn (26) musste noch vor der Halbzeitpause verletzt ausgewechselt werden und sorgte damit für einen Schockmoment bei Team und Fans.
Schmerzensschrei und sofortiger Wechsel
Nach einem harten Foul der Österreicherin Brunnthaler, die dafür die gelbe Karte sah, kam Gwinn bei der Landung unglücklich auf. Die DFB-Kapitänin fasste sich sofort an die Schulter und schrie laut vor Schmerz auf. Trainer Christian Wück reagierte umsichtig und nahm die Spielerin umgehend aus dem Spiel, wobei sie durch Wamser ersetzt wurde. Während der Partie wurde deutlich, dass es sich tatsächlich um eine Schulterverletzung handelt. Weitere medizinische Untersuchungen sollen noch am Abend und am folgenden Tag Aufschluss über das genaue Ausmaß geben.
Deutliche Dominanz der DFB-Frauen
Spielerisch zeigte die deutsche Mannschaft über weite Strecken ihre Überlegenheit. Bereits in der 17. Minute erzielte Anyomi nach einer Ecke und einer starken Parade der österreichischen Torhüterin El Sherif gegen Minge das Führungstor. In der zweiten Halbzeit setzten die Deutschen den Deckel auf das Spiel: Endemann traf in der 52. Minute nach einer hohen Hereingabe von Brand, nur zwei Tage nach der Bekanntgabe ihres ablösefreien Wechsels von Wolfsburg zu Liverpool.
Nüsken erhöhte in der 68. Minute per Kopfball nach einer Ecke von Brand auf 3:0, wobei der Treffer durch eine Abwehrfälschung der Österreicherin Puntigam begünstigt wurde. Brand belohnte sich nach zwei Vorlagen in der 76. Minute selbst mit einem Tor, bevor D'Angelo im direkten Gegenzug den Ehrentreffer für Österreich erzielte. Schüller setzte mit dem 5:1 in der 83. Minute den Schlusspunkt.
Beeindruckende WM-Qualifikationsbilanz
Die DFB-Frauen setzen ihre beeindruckende Serie in der WM-Qualifikation fort. Nach einem 4:0-Sieg gegen Norwegen und einem 5:0-Kantersieg gegen Slowenien steht nun ein weiterer deutlicher Erfolg zu Buche. Die Statistik nach der Hälfte der Qualifikationsspiele ist sensationell: Drei Spiele, 14 eigene Tore und nur ein einziges Gegentor.
Österreich hingegen bleibt nach den Hinspielen der WM-Qualifikation nicht nur punktlos, sondern auch ohne Torerfolg. Nach zwei knappen 0:1-Niederlagen folgte nun die deutliche Klatsche gegen Deutschland.
Rückspiel in Österreich am Samstag
Am kommenden Samstag reisen die DFB-Frauen zum Rückspiel nach Ried in Österreich. Ein weiterer Kantersieg würde dem deutschen Team vier Siege aus vier Spielen und damit den festen ersten Platz in der Gruppe bescheren. Bei entsprechender Schützenhilfe der Konkurrenz könnte der DFB bereits ein Jahr vor dem Turnier in Brasilien mit der direkten WM-Teilnahme planen.
Die Verletzung von Kapitänin Giulia Gwinn wirft jedoch einen Schatten auf den ansonsten perfekten Abend. Die kommenden medizinischen Untersuchungen werden zeigen, wie lange die Schlüsselspielerin ausfällt und welche Auswirkungen dies auf die weitere WM-Qualifikation haben könnte.



