Goretzka bei Bayern: Kaum Spielzeit unter Kompany – WM-Traum in Gefahr?
Goretzka bei Bayern: Kaum Spielzeit – WM-Traum in Gefahr?

Goretzka bei Bayern: Kaum Spielzeit unter Kompany – WM-Traum in Gefahr?

Leon Goretzka hat sich entschieden, bis zum Sommer beim FC Bayern München zu bleiben, doch unter Trainer Vincent Kompany kommt der Mittelfeldspieler derzeit kaum zum Zug. Diese Entwicklung könnte seinen Traum von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika ernsthaft gefährden. Knapp zwei Wochen nach der offiziellen Bekanntgabe der Trennung zum Saisonende stellt sich die Frage, ob Goretzka mit dieser Entscheidung wirklich einen Gefallen getan hat.

Kompany setzt auf Kimmich und Pavlovic

Cheftrainer Vincent Kompany hat sich im zentralen Mittelfeld klar auf das Duo Joshua Kimmich als Lenker und Denker sowie Aleksandar Pavlovic als umsichtigen Ballverteiler festgelegt. Pavlovic, der in vergangenen Spielzeiten immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, ist in dieser Saison konstant fit und befindet sich in Top-Form. Sportvorstand Max Eberl lobte den jungen Spieler vor dem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen ausdrücklich: "Aleks ist die Maschine, die läuft, die macht, die tut. Er ist in einer sehr guten Form."

Genau aus diesem Grund hat Pavlovic aktuell die Nase klar vor Goretzka. Dessen Spielzeit ist in den vergangenen Wochen merklich zurückgegangen. In den letzten vier Partien saß der 31-Jährige dreimal über die kompletten 90 Minuten auf der Bank, nur beim Pokalsieg gegen RB Leipzig durfte er für die letzten zehn Minuten eingewechselt werden.

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WM-Traum durch mangelnde Spielpraxis bedroht

Für Leon Goretzka ist die aktuelle Situation alles andere als entspannt. Der Nationalspieler ist auch in München geblieben, um sich den Traum von der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer zu erfüllen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat jedoch mehrfach betont, dass regelmäßige Spielpraxis die Grundvoraussetzung für eine Nominierung ist. Ob Goretzka diese bei den Bayern in der Rückrunde in ausreichendem Maße erhalten wird, bleibt fraglich.

Trainer Kompany kommentierte die Situation jüngst mit den Worten: "Die Situation von Leon ist eine Folge davon, dass wir im Moment alle Spieler fit haben. Und ich möchte das nicht negativ sehen. Wir sind positiv, denn es sind alle da." Für den Spieler selbst dürfte diese Perspektive jedoch wenig tröstlich sein.

Verpasste Transferchancen und Zukunft ungewiss

Interessanterweise hatte sich für Goretzka kurz vor Ende des Winter-Transferfensters noch eine attraktive Option aufgetan. Laut Berichten zeigte der englische Tabellenführer FC Arsenal am Deadline-Day Interesse an einer sofortigen Verpflichtung. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Mittelfeldspieler jedoch bereits öffentlich einem Verbleib in München verschrieben – eine Rolle rückwärts wäre schwer zu vermitteln gewesen.

Wie es für den 31-Jährigen ab Sommer weitergeht, ist noch völlig unklar. International genießt er nach wie vor einen sehr guten Ruf, und mehrere Top-Klubs sollen Interesse bekundet haben. Als potenzielle Abnehmer werden neben Arsenal auch der Stadtrivale Tottenham Hotspur sowie die AC Mailand gehandelt.

Bayern plant bereits für die Zukunft

Während Goretzka um Spielzeit kämpft, machen sich die Bayern bereits Gedanken über seine Nachfolge. Nach Informationen kehrt Noel Aséko-Nkili, der derzeit an Zweitligist Hannover 96 ausgeliehen ist, im Sommer zum Rekordmeister zurück. Der zweikampfstarke Mittelfeldspieler hat in dieser Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und soll bei den Bayern seine Chance erhalten.

Sportdirektor Christoph Freund verfolgt die Entwicklung des 20-Jährigen genau: "Noel macht es richtig gut. Er hat sich richtig gut in die Mannschaft reingespielt, steigert sich von Spiel zu Spiel und ist auch immer wieder an Toren beteiligt. Er bringt Aggressivität und eine Note mit, die für uns sehr interessant ist."

Für Leon Goretzka bleibt damit eine ungewisse Zeit. Einerseits kämpft er um Spielminuten bei Bayern, andererseits schwebt sein WM-Traum wie ein Damoklesschwert über seiner Karriere. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er unter Vincent Kompany doch noch zu mehr Einsatzzeiten kommt oder ob seine Entscheidung für einen Verbleib bis Sommer sich als Fehler erweisen könnte.

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