Matthias Ginter: Freiburgs Europapokal-Hoffnung und sein WM-Traum mit der Nationalmannschaft
Ginters Doppelmission: Europa League mit Freiburg und WM-Kader

Matthias Ginters Doppelmission: Europapokal-Traum und WM-Hoffnung

Für Matthias Ginter wird das Viertelfinal-Rückspiel der Europa League beim spanischen Vertreter Celta Vigo zur entscheidenden Bühne. Der Abwehrchef des SC Freiburg präsentiert sich seit Wochen in bestechender Form – als Stabilisator in der Defensive, aber auch als kreativer Vorlagengeber und treffsicherer Torschütze. Kaum eine Partie vergeht, ohne dass der 32-Jährige mindestens eine entscheidende Aktion beisteuert.

Die WM als fernes Ziel im Blick

Sein Engagement im Europapokal dient jedoch nicht nur dem Erfolg des SC Freiburg. Ginter hat ein klares Fernziel vor Augen: das WM-Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. „Ich versuche das, was ich machen kann, zu beeinflieren“, erklärte der Innenverteidiger nach der überzeugenden Leistung im Hinspiel gegen Vigo.

Fürsprecher für eine Nationalmannschafts-Nominierung hat der erfahrene Defensivspieler viele. Rekordnationalspieler und RTL-Experte Lothar Matthäus bezeichnete Ginters Leistung beim 3:0 im Hinspiel als „überragend“. Trainer Julian Schuster meinte, besser gehe es nicht, und SC-Angreifer Igor Matanovic würde Ginter für die WM „definitiv“ nominieren.

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Erfahrung aus drei WM-Teilnahmen

Matthias Ginter blickt bereits auf drei WM-Teilnahmen zurück. 2014 wurde er mit der DFB-Elf in Brasilien Weltmeister, kam allerdings nicht zum Einsatz. Auch 2018 in Russland saß er nur auf der Bank. Beim Turnier 2022 in Katar wurde er im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica in der Schlussminute eingewechselt, als das Aus in der Vorrunde bereits feststand.

„Für mich ist es das Allergrößte, für Deutschland aufzulaufen“, betonte Ginter. Dieser Antrieb treibt ihn an, sich erneut ins Blickfeld des Bundestrainers zu spielen. In dieser Saison überzeugt er durch konstante Leistungen – auch im Hinspiel gegen Vigo traf er selbst.

Führungsrolle in unerfahrener Truppe

Der SC Freiburg steht zum ersten Mal in einem Europapokal-Viertelfinale. Für Ginter ist es dagegen bereits die zweite Teilnahme an dieser Runde – 2016 schied er mit Borussia Dortmund in der Europa League gegen den FC Liverpool aus. Mit seiner Erfahrung aus vielen Jahren im Profi-Geschäft kann er die teils international noch unerfahrene Freiburger Truppe führen und stabilisieren.

„Er gibt uns unglaubliche Stabilität“, schwärmte SC-Rekordtorschütze Vincenzo Grifo nach dem Hinspiel. „Ich weiß nicht, wie viele Zweikämpfe er überhaupt verloren hat, aber er war einfach überragend.“ Grifo betonte, der Bundestrainer müsse nun entscheiden, „was er damit macht.“

Professionelle Einstellung trotz Verletzung

Ginters professionelle Einstellung zeigte sich auch beim Liga-Spiel in Mainz, das der SC mit 1:0 gewann. Trotz einer fast über die gesamte Spielzeit blutenden Nase ließ sich der Innenverteidiger nicht aus dem Konzept bringen und bereitete das Siegtor von Lucas Höler vor. Diese Mentalität kommt nicht nur seinem Club zugute – sie könnte auch der Nationalmannschaft helfen.

Für Ginter selbst geht es darum, seinen Job zu erledigen, „weniger darum, zu glänzen“, wie er selbst betonte. Der Traum von einem Halbfinale gegen Betis Sevilla oder Sporting Braga lebt, erfordert allerdings noch mindestens 90 Minuten konzentrierte Arbeit. Celta Vigo, Spaniens Tabellensechster, wird alles daran setzen, den Rückstand wettzumachen.

Die Ausgangslage für den SC Freiburg und Matthias Ginter könnte kaum besser sein. Doch der erfahrene Defensivspieler warnt davor, sich zu sicher zu fühlen: „Jedes Spiel birgt neue Chancen und Risiken.“ Sein Fokus bleibt auf der nächsten Aufgabe – sowohl für den Club als auch für seine persönlichen Ziele.

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