Fortuna Düsseldorf: Fan-Forderung nach Viererkette scheitert an Personalnot
Fortuna: Viererkette scheitert an Personalnot

Fortuna Düsseldorf in der Taktik-Falle: Viererkette bleibt Wunschtraum

In den Fan-Foren von Fortuna Düsseldorf herrscht derzeit reger Diskussionsbedarf. Nach zwei enttäuschenden Spielen mit acht Gegentoren und der fortbestehenden Offensivschwäche – die Mannschaft ist das harmloseste Team der 2. Liga – mehren sich die Rufe nach einem grundlegenden Taktikwechsel. Die zentrale Forderung vieler Anhänger lautet: Schluss mit der Dreier- oder Fünferkette, zurück zur klassischen Viererkette.

Personalknappheit macht Umstellung unmöglich

Das Problem ist jedoch, dass dieser Wunsch der Fans unter den aktuellen Umständen kaum zu erfüllen ist. Verantwortlich dafür ist vor allem die verheerende Verletzungssituation, insbesondere auf den Außenverteidiger-Positionen. Sportvorstand Klaus Allofs und Trainer Christian Weber hatten im Sommer zwar zahlreiche Neuzugänge verpflichtet, doch viele dieser Spieler bringen eine ausgeprägte Verletzungsanfälligkeit mit.

Linksaußen komplett ausgefallen: Auf der linken Abwehrseite stehen aktuell mit Kenneth Schmidt (Kreuzbandriss), Sima Suso (Rotsperre), Emmanuel Iyoha (Pferdekuss), Christopher Lenz (muskuläre Probleme) und Tim Rossmann (muskuläre Verletzung) gleich fünf potenzielle Kandidaten nicht zur Verfügung.

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Rechte Seite ebenfalls angeschlagen: Auf der rechten Seite ist lediglich Valgair Lunddal im Kader, doch auch er kämpft mit Fitnessproblemen und ist nicht voll einsatzfähig.

Notlösung wäre kontraproduktiv

Sollte Fortuna dennoch am Freitag gegen Holstein Kiel mit einer Viererkette antreten, bliebe nur eine höchst unbefriedigende Notlösung: Tim Oberdorf und Moritz Heyer müssten auf die Außenpositionen ausweichen, während Elias Egouli und Jesper Daland die Innenverteidigung übernehmen würden. Auch Stammspieler Jordy de Wijs fällt aufgrund von Bandscheibenproblemen voraussichtlich aus.

Doch nicht nur das fehlende Personal spricht gegen einen Taktikwechsel. Auch die statistische Bilanz der Viererkette in dieser Saison ist alles andere als ermutigend. In den zwölf Spielen, in denen Fortuna mit vier Verteidigern startete, erzielte die Mannschaft lediglich vier Punkte bei einer katastrophalen Torbilanz von 7:23.

Im Vergleich dazu: Mit der Fünferkette gelangen in 16 Partien immerhin 27 Punkte bei einer ausgeglichenen Tordifferenz von 19:20. Diese Zahlen verdeutlichen, warum die Verantwortlichen trotz aller Fan-Forderungen vorerst an der aktuellen Defensivformation festhalten werden.

Ausblick: Kontinuität statt Experimente

Angesichts der personellen Engpässe und der negativen Erfahrungen mit der Viererkette wird Fortuna Düsseldorf auch im anstehenden Auswärtsspiel in Kiel höchstwahrscheinlich wieder mit der bewährten Fünferkette starten. Die Suche nach Lösungen für die defensive Instabilität und die offensive Harmlosigkeit muss daher innerhalb des bestehenden Systems erfolgen.

Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, wie komplex taktische Entscheidungen im Profifußball sind. Während Fans oft einfache Lösungen fordern, müssen Trainer und Sportvorstand zahlreiche Faktoren berücksichtigen – von der personellen Verfügbarkeit über individuelle Stärken der Spieler bis hin zu statistischen Auswertungen vergangener Spiele.

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