Fortuna Düsseldorf in tiefer Krise: Trainer Anfang wackelt nach vierter Niederlage
Die Krise bei Fortuna Düsseldorf nimmt dramatische Ausmaße an. Nach einer 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel am Freitagabend erlitten die Rheinländer bereits die vierte Pleite in Folge. Diese Negativserie verschärft die prekäre Lage von Trainer Markus Anfang erheblich und erhöht den Druck auf das gesamte Team.
Abstiegsgefahr wächst bedrohlich
Durch die Niederlage im Kellerduell rutscht Fortuna Düsseldorf immer tiefer in den Abstiegsstrudel der 2. Bundesliga. Die Kieler sicherten sich dank Toren von Phil Harres in der 51. Minute und Ivan Nekic in der 80. Minute drei wichtige Punkte und zogen in der Tabelle an Düsseldorf vorbei. Lediglich Cedric Itten gelang den Rheinländern in der 71. Minute ein zwischenzeitlicher Ausgleich.
Der Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie den direkten Abstiegsrang 17 schrumpft auf nur noch zwei Punkte. Im schlimmsten Fall könnte Fortuna Düsseldorf bereits am kommenden Wochenende auf einen Abstiegsplatz fallen.
Trainer Anfang vor dem Aus
Die anhaltende Negativserie könnte das Ende der Ära von Trainer Markus Anfang bedeuten. Der 51-Jährige äußerte sich nach dem Spiel nur zurückhaltend zu seiner Zukunft: "Ich kann dazu wenig sagen", so der unter Druck stehende Coach.
Torhüter Florian Kastenmeier zeigte sich deutlich: "Es gibt nichts zu entschuldigen, da kann man nichts mehr schönreden. Das ist einfach scheiße. Wir müssen den Helm aufziehen und da gemeinsam durch."
Mislintat vermeidet klares Bekenntnis
Sportvorstand Sven Mislintat wollte bei Sky kein klares Statement zur Zukunft von Trainer Anfang abgeben: "Ich bin kein Freund davon, irgendwelche Statements zu machen. Ich finde es eine ganz schwierige Situation, das müssen wir schon festhalten. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Abläufe kommen, die wir nicht mehr korrigieren können."
Diese Aussage wird allgemein als mangelnde Unterstützung für den Trainer interpretiert. Sky-Experte Fabian Klos warnte eindringlich: "Das ist eine viel zu gefährliche Situation, um nicht alles zu hinterfragen und jeden Stein umzudrehen."
Verletzungspech verschärft die Krise
Neben den sportlichen Problemen traf Fortuna Düsseldorf auch noch schweres Verletzungspech:
- Christian Rasmussen musste bereits nach 15 Minuten verletzt ausgewechselt werden
- Luca Raimund konnte nach einer Stunde nicht weiterspielen
- Florent Muslija zog sich eine schwere Knieverletzung zu und humpelte vom Platz
Sportvorstand Mislintat äußerte ernste Befürchtungen: "Wir hoffen, dass wir bei Chris und Flo Muslija keine Diagnose bekommen, die Horror ist und Saisonaus bedeutet. Wenn man Flo hat raushumpeln sehen, dann befürchten wir, dass das MRT das morgen ergibt." Besonders die mögliche Kreuzbandverletzung von Muslija wäre "eine Vollkatastrophe".
Vergebliche Elfmeterforderungen
In einer insgesamt ausgeglichenen Partie forderte Fortuna Düsseldorf zweimal vergeblich einen Strafstoß. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck ließ nach einem vermeintlichen Handspiel von Kiels Lasse Rosenboom in der 6. Minute und einem leichten Kontakt von Nekic an Fortuna-Profi Marin Ljubicic in der 25. Minute weiterlaufen.
Die Fortuna-Fans waren dem Aufruf des Vereins gefolgt und erschienen in den Klubfarben Rot-Weiß, um zu zeigen, "dass die gesamte Fortuna-Familie hinter der Mannschaft steht". Nach Kritik verzichtete der Verein zudem auf ein geplantes Sondertrikot.
Die Situation bei Fortuna Düsseldorf bleibt angespannt. Während die Verletzungen von drei wichtigen Spielern die personellen Probleme vergrößern, steht die Zukunft von Trainer Markus Anfang weiterhin auf der Kippe. Die kommenden Tage werden entscheidend sein für den weiteren Verlauf der Saison.



