Fortuna Düsseldorf vollzieht drastischen Trainerwechsel
Bei Fortuna Düsseldorf hat es einen Paukenschlag gegeben: Der Zweitligist hat Trainer Markus Anfang nach nur 22 Pflichtspielen entlassen. Der 51-Jährige, der im Oktober 2025 als Nachfolger von Daniel Thioune verpflichtet worden war, konnte die Erwartungen nicht erfüllen und musste nach der vierten Niederlage in Folge gegen Holstein Kiel (1:2) gehen.
Desaströse Bilanz führt zur Trennung
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Unter Markus Anfang verlor Fortuna Düsseldorf fast 60 Prozent seiner Spiele. In der 2. Bundesliga holte das Team unter seiner Leitung durchschnittlich nur einen Punkt pro Spiel – ein Wert, der deutlich unter dem von Vorgänger Thioune (1,25 Punkte) liegt. Ursprünglich sollte Anfang den Traum von der Bundesliga-Rückkehr wiederbeleben, stattdessen geriet der Klub unter seiner Führung in akute Abstiegsgefahr.
Wie bereits sein Vorgänger litt auch Anfang unter einem problematisch zusammengestellten Kader von Sportvorstand Klaus Allofs (69) und Sportdirektor Christian Weber (42). Verletzungsbedingte Ausfälle häuften sich, doch anstatt diese Herausforderungen zu meistern, nutzte Anfang die Probleme nach Ansicht der Vereinsführung vor allem zur Rechtfertigung eigener Misserfolge.
Alexander Ende als neuer Hoffnungsträger
Als Nachfolger steht bereits fest: Alexander Ende (46) übernimmt das Traineramt bei Fortuna Düsseldorf. Der ehemalige Erfolgscoach des SC Verl unterschreibt einen Vertrag bis 2028 und soll den Klub nicht nur kurzfristig vor dem Abstieg bewahren, sondern langfristig wieder erfolgreich machen.
Ende wurde bis Mitte März 2026 bei Preußen Münster trainiert, nach einer 0:6-Niederlage in Dresden jedoch entlassen. Seine Premiere auf der Fortuna-Bank findet am Samstag beim Keller-Gipfel in Magdeburg statt. Bereits am 24. April kommt es zum Wiedersehen mit Dynamo Dresden – jenem Verein, gegen den seine Münster-Ära ein jähes Ende fand.
Keine Notlösung, sondern eine strategische Entscheidung
Anders als bei manch anderen Trainerwechseln in Abstiegskämpfen handelt es sich bei der Verpflichtung von Alexander Ende nicht um eine klassische Feuerwehr-Lösung. Die Fortuna-Verantwortlichen setzen bewusst auf einen Trainer, der sowohl kurzfristige Rettung als auch perspektivischen Erfolg verspricht. Eine Interimslösung wie Friedhelm Funkel (72) kam nur dann infrage, wenn andere Kandidaten deutlich geringere Überlebenschancen geboten hätten.
Mit nur noch fünf Spieltagen bis Saisonende steht für Alexander Ende alles auf dem Spiel. Ob die Entscheidung für den neuen Trainer die richtige war, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für Fortuna Düsseldorf geht es um nichts Geringeres als den Verbleib in der 2. Bundesliga – und damit um die Zukunft des gesamten Vereins.



