Nach Euro-Pleite: Mainz-Trainer Urs Fischer fordert Reaktion in Gladbach
Fischer nach Euro-Pleite: Kein Aktionismus, sondern Reaktion

Nach der Euro-Pleite: Urs Fischer sucht nach Erklärungen und fordert Reaktion

Spürbar geschockt und enttäuscht zeigte sich Urs Fischer (60) nach der deutlichen 0:4-Niederlage seiner Mainzer Mannschaft im Europapokal in Straßburg. Der Schweizer Trainer nannte die Leistung seiner Spieler direkt nach Abpfiff noch am Donnerstagabend „unterirdisch“ und räumte auch am späten Freitagnachmittag ein, dass er für diesen Auftritt keine einfache Erklärung habe. Fischer wirkt angeschlagen, betont aber, dass er ähnliche Situationen bereits in seiner Karriere erlebt habe – beispielsweise während seiner Zweitliga-Zeit mit Union Berlin.

Fischer übernimmt Verantwortung und zeigt der Mannschaft die Bilder

Obwohl er es zunächst nicht geplant hatte, entschied sich Fischer am Freitag, der Mannschaft Video-Sequenzen von der Pleite zu zeigen. „Die Jungs mussten die Bilder sehen, die waren deutlich, das war nicht gut...“, erklärte der Trainer. Dabei nimmt er sich selbst bewusst in die Pflicht: „Für die Vorbereitung ist der Trainer verantwortlich. Und wenn man so einen Auftritt sieht, dann habe ich das nicht so hinbekommen, wie ich es mir eigentlich vorgestellt hätte.“ Für Fischer bleibt es unerklärlich, dass die Mannschaft alles vermissen ließ, was sie in den 20 Spielen zuvor gezeigt hatte – „das war wie weggeblasen“.

Crunchtime in der Bundesliga: Reaktion in Gladbach gefordert

Der erfahrene Coach gibt zu, dass das Spiel in Straßburg „seine Spuren hinterlassen“ hat. Doch er weiß, dass keine Zeit zum Trübsalblasen bleibt: „Es beginnt die Crunchtime in der Liga. Jetzt geht's um die Wurst. Wir haben noch fünf schwere Spiele, sind weiterhin nicht durch – es gilt, schon in Gladbach eine Reaktion zu zeigen!“ Fischer betont, dass die Mannschaft sich nicht selbst bemitleiden dürfe, sondern „Mund abwischen und aufstehen“ müsse – vergleichbar mit einem Boxer, der immer wieder aufstehen muss.

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Kein blinder Aktionismus: Fischers Herangehensweise

In der kurzen Zeit bis zum Bundesliga-Spiel am Sonntagabend in Gladbach setzt Fischer auf Besonnenheit statt Hektik. „Ich sage immer: Wenn's läuft, mach' mehr – wenn's nicht läuft, mach' lieber ein bisschen weniger“, erklärt er seine Philosophie. Der Trainer will nicht in Aktionismus verfallen, nur weil ein schlechtes Spiel gemacht wurde: „Es wäre mir zu einfach, aufgrund eines Spiels alles infrage zu stellen. Man muss es dann irgendwann auch wieder gut sein lassen.“ Seine klare Botschaft lautet: Die Mannschaft muss aus dem Fehler lernen und sich im nächsten Spiel sofort wiederfinden.

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