FCM-Trainer Petrik Sander fordert vor Schalke-Spiel: Schluss mit der schlechten Laune!
FCM-Trainer Sander: Schluss mit schlechter Laune vor Schalke

FCM-Trainer Petrik Sander mit emotionaler Brandrede vor Schalke-Duell

Am Samstagabend (20.30 Uhr) empfängt der 1. FC Magdeburg den aktuellen Tabellenführer Schalke 04 zu einem hochspannenden Zweitliga-Spiel. Doch vor diesem Kracher sorgt FCM-Trainer Petrik Sander (65) mit einer ungewöhnlich emotionalen Pressekonferenz für Aufsehen. Der erfahrene Coach ließ seinem Ärger über die anhaltend negative Stimmung rund um den Verein freien Lauf und forderte eindringlich eine positivere Grundhaltung.

„Warum muss das Glas immer halb leer sein?“

Die letzten Wochen verliefen für den Elbe-Klub durchwachsen: Aus den vergangenen vier Ligaspielen holte der FCM lediglich einen Sieg – das spektakuläre 5:4 beim direkten Konkurrenten Greuther Fürth. Drei Heimspiele gingen dagegen allesamt verloren, was den Verein aktuell auf den 16. Tabellenplatz und damit mitten in den Abstiegskampf zurückwirft.

Angesprochen auf diese angespannte Situation und ob diese intern intensiv thematisiert werde, reagierte Sander ungehalten: „Warum muss das Glas immer halb leer sein?“ Der 65-Jährige verschaffte sich deutlich Luft: „Nach unserem Sieg in Fürth wurde nur darüber diskutiert, dass wir drei Standardtore kassiert haben. Dass wir bei einem unmittelbaren Konkurrenten gewonnen haben, war plötzlich Nebensache. Auf welchem Planeten leben wir eigentlich?“

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Standardschwäche und Heimprobleme nerven den Trainer

Tatsächlich war die Standardschwäche des FCM in den vergangenen Spielen ein großes mediales Thema. Dies scheint den Trainer besonders zu ärgern: „Vor dem Bielefeld-Spiel hatten wir aus den acht Partien davor 16 Punkte geholt mit einem beachtlichen Torverhältnis von 21:13. Jetzt reden alle plötzlich über eine angespannte Situation? Die Situation wird nie entspannt sein, bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir es geschafft haben. Und wenn das erst am letzten Spieltag der Fall ist, dann ist das eben so.“

Auch die anhaltende Heimschwäche konnte Sanders Mannschaft zuletzt nicht abschütteln: „Uns kotzt das an, dass wir hier zu Hause nicht die gleiche Leistung auf den Platz bringen wie auswärts“, gestand der FCM-Trainer offen ein. Doch er mahnte gleichzeitig: „Hört mir auf mit dieser Drama-Gestaltung! Lasst uns positiver mit dieser Situation umgehen, das hilft allen Beteiligten deutlich mehr.“

Kämpferische Einstellung vor Schalke-Spiel

Interessanterweise ist der 1. FC Magdeburg trotz der miserablen Heimform aktuell Sechster der Auswärtstabelle. Diese Diskrepanz gibt Sander auch vor dem schwierigen Duell gegen den Spitzenreiter Schalke 04 Mut: „Wir fahren zum Tabellenführer und haben eigentlich nichts zu verlieren. Ich betrachte das als eine richtig gute Gelegenheit, um endlich zu beweisen, wie gut wir wirklich sein können.“

Die Brandrede des erfahrenen Trainers zeigt deutlich, wie sehr die psychologische Komponente im aktuellen Abstiegskampf des 1. FC Magdeburg eine Rolle spielt. Ob Sanders Appell für mehr Optimismus bei seinen Spielern und in der Fanbasis auf fruchtbaren Boden fällt, wird sich bereits am Samstagabend im Spiel gegen Schalke 04 zeigen.

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