Füchse Berlin im Champions-League-Final4 nach Siebenmeter-Krimi
Füchse Berlin im Final4 nach Siebenmeter-Krimi

Die Füchse Berlin haben sich zum zweiten Mal in Folge und insgesamt zum dritten Mal für das Final4 der Champions League qualifiziert. Nach einer knappen 34:35-Niederlage im Hinspiel drehte die Mannschaft von Trainer Nicolaj Krickau im Rückspiel gegen Veszprém auf und gewann den packenden Viertelfinal-Krimi im Siebenmeterwerfen mit 35:33 (17:15 zur Halbzeit).

Hexenkessel in der Max-Schmeling-Halle

Vor 8796 enthusiastischen Fans in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle lieferten sich beide Teams einen intensiven Schlagabtausch. Die Füchse starteten furios und zeigten von Beginn an ihren temporeichen Angriffshandball. Bereits nach zehn Minuten führten die Berliner mit 8:3, maßgeblich dank Torhüter Dejan Milosavljev, der in den ersten 30 Minuten acht Paraden zeigte und die Wurfquote der Ungarn auf 44 Prozent drückte.

Schwächephase der Füchse

Doch wie schon im Hinspiel in Ungarn, wo die Füchse eine Fünf-Tore-Führung verspielten, kam auch diesmal eine Schwächephase. Ein unnötiger Fehlwurf von Lasse Andersson, der den Ball freistehend am leeren Tor vorbeisetzte, anstatt auf 18:11 zu erhöhen, läutete die Krise ein. Bis zur Pause kämpfte sich Veszprém auf 17:15 heran. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning zeigte sich auf der Tribüne verärgert über die Nachlässigkeiten. Zudem wurde Andersson ein Tor mit dem Halbzeit-Buzzer aberkannt, obwohl TV-Bilder belegten, dass der Ball vor dem Abpfiff im Netz war – die Schiedsrichter verzichteten auf den Videobeweis.

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Verletzungen und Spannung

Auf der Gegenseite musste Veszprém-Spielmacher Luka Cindric nach 29 Minuten verletzt raus, nachdem er mit dem linken Fuß umgeknickt war. Die Füchse ließen nach und vergaben klare Chancen, sodass es nach 32 Minuten 17:17 stand. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine Abwehrschlacht, in der Welthandballer Mathias Gidsel aufdrehte. Er erzielte sechs seiner insgesamt zehn Tore in den letzten 20 Minuten und stellte mit seinem neunten Tor den Champions-League-Rekord von 142 Treffern auf. Tobias Gröndahl verwandelte einen Siebenmeter zum 31:29, doch Ahmed Hesham verkürzte auf 31:30. In den letzten Sekunden rutschte Gidsel aus und verlor den Ball, sodass es ins Siebenmeterwerfen ging.

Siebenmeter-Krimi

Im Siebenmeterwerfen trafen zunächst alle Schützen, bis Descat nur die Latte traf und Lichtlein gegen Corrales erfolgreich war. Elisson scheiterte an Milosavljev, während Freihöfer gegen Appelgren traf. Remili und Hakun West av Teigum vergaben, Hesham und Gröndahl trafen. Ali Zein verwandelte, und Mathias Gidsel machte den entscheidenden Treffer – die Füchse sind im Final4.

Nächster Brocken: Bundesliga-Kracher in Kiel

Der Triumph kann jedoch kaum genossen werden, denn bereits am Sonntag steht das nächste schwere Spiel an: In der Bundesliga treten die Füchse beim kriselnden Rekordmeister THW Kiel an (15 Uhr, live bei Welt TV und Dyn).

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