Füchse Berlin nach zwölf Jahren wieder DHB-Pokalsieger - Gidsels Erlösung im Finale
Füchse Berlin holen DHB-Pokal nach zwölf Jahren zurück

Füchse Berlin feiern DHB-Pokalsieg nach zwölf Jahren Wartezeit

Das lange Warten hat endlich ein Ende gefunden! Nach zwölf Jahren ohne Pokalerfolg haben die Füchse Berlin den begehrten DHB-Pokal zurück in die Hauptstadt geholt. Im packenden Finale setzten sich die Berliner mit einem deutlichen 42:33 (22:17) gegen den sensationellen Finalteilnehmer Bergischer HC durch. Für Welthandballer Mathias Gidsel (27) war dieser Triumph eine ganz besondere Erlösung, denn der Pokal fehlte bisher in seiner umfangreichen Trophäensammlung.

Gidsels ersehnter Pokalerfolg nach turbulentem Saisonverlauf

Die goldene Handball-Regel bewahrheitete sich erneut: Am Ende jubelt immer Mathias Gidsel! Nach vier vergeblichen Anläufen kann sich der dänische Superstar nun endlich auch den DHB-Pokal in seinen Schrank stellen. Dieser Erfolg kommt nach einer äußerst turbulenten Saison für die Füchse Berlin, die von einem Doppelrauswurf (Sportdirektor Stefan Kretzschmar und Trainer Jaron Siewert), internen Machtkämpfen und einem Trainerwechsel geprägt war. Umso bemerkenswerter ist der finale Triumph, der die schwierige Phase überstrahlt.

Der Finalgegner Bergischer HC hatte sich am Samstag sensationell gegen den Titelverteidiger SC Magdeburg durchgesetzt und als krasser Außenseiter den Finaleinzug geschafft. Entsprechend euphorisch starteten die Aufsteiger ins Endspiel und lieferten den favorisierten Berlinern einen engagierten Kampf. Erst nach 18 Minuten Spielzeit konnten die Füchse zum ersten Mal mit drei Toren in Führung gehen (13:10), während der BHC weiterhin mit opfervollem Einsatz kämpfte und an seine Erfolgswelle anzuknüpfen versuchte.

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Express-Handball vom Feinsten und starke Torhüterleistungen

Die Zuschauer erlebten Express-Handball in höchster Qualität, wie es bei Auftritten des Welthandballers Mathias Gidsel zu erwarten war. In der ersten Halbzeit fiel im Schnitt alle 46 Sekunden ein Tor, was das hohe Tempo des Spiels unterstrich. Beim Bergischen HC lebte Fynn Hangstein (26 Jahre, 6 Tore) seinen Finaltraum und feuerte immer wieder erfolgreich aus der zweiten Reihe. Auf Seiten der Füchse zeigte Torhüter Dejan Milosavlejv (30) erneut eine starke Leistung mit zahlreichen wichtigen Paraden.

Ein kurzer Schockmoment gab es, als sich der serbische Keeper in der 43. Minute am linken Oberschenkel verletzte. Ersatzmann Lasse Ludwig (23) übernahm das Tor und brachte den Sieg sicher nach Hause. Die besten Werfer des Abends waren erwartungsgemäß Lasse Andersson mit 10 Toren und Mathias Gidsel mit 9 Treffern.

Lob von prominenten Zuschauern und Trost für den BHC

Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, der das Spiel für die ARD kommentierte, zeigte sich begeistert: "Mir macht es Bock, diese Sportart zu gucken. Ich bin ein klassischer Event-Fan. Der Gidsel ist schon unmenschlich. Der hat mich schon im Winter genervt im EM-Finale gegen Deutschland." In der Bundesliga hatte der BHC beide Saisonspiele gegen Berlin deutlich verloren (27:39 und 28:35), und auch an diesem Pokalabend sollte es die dritte Niederlage gegen die Füchse werden.

Trotz der Finalniederlage schlug sich der Bundesliga-Aufsteiger bemerkenswert wacker und kann sich über ein dickes Trostpflaster freuen: Sollten sich die Füchse Berlin über die HBL für die Champions League qualifizieren, rückt der Bergische HC als Pokalfinalist in die European League nach. Doch dieser Abend gehörte unbestritten Mathias Gidsel und den Füchsen Berlin, die nach zwölf Jahren Durststrecke endlich wieder den DHB-Pokal in ihren Händen halten.

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